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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Pkw-Maut

Bielefeld (ots) - Die Studie des Umweltbundesamtes über Für und Wider einer Pkw-Maut ist noch nicht einmal vollständig veröffentlicht, da tritt die Politik schon auf die Bremse. Das ist schade. Denn eine Gebühr, die sich nach gefahrener Strecke bemisst, wäre die gerechteste aller Lösungen. Ob dazu wirklich eine satellitengestützte Totalüberwachung notwendig wäre, kann man bezweifeln. Ebenso, ob jede Anliegerstraße mautpflichtig sein müsste. Für Autobahnen allerdings ist eine Maut erwägenswert. Unter einer Voraussetzung: Die Kfz-Steuer müsste in jenem Maße gesenkt werden, wie ein Durchschnittsfahrer belastet würde. Die Politik befürchtet dennoch ein Schröpfen der Autofahrer - offenbar bezweifelt man die eigene Ehrlichkeit bei der Berechnung des Ausgleichs. In Frankreich, Italien, in Österreich und der Schweiz werden Autofahrer abkassiert, während unsere Nachbarn mit ihrem Pkw in Deutschland kostenlos fahren. Das ist eine Ungerechtigkeit, über die sich zahllose Urlauber aus Deutschland ärgern. Für eine Maut zumindest auf Autobahnen gibt es also durchaus gute Argumente. In Wahlkampfzeiten werden sie leider vorschnell überhört.

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