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Westfalen-Blatt: Das WESFTALNE-BLATT zum Thema Kindergeld

    Bielefeld (ots) - Muss wirklich auch noch das Kindergeld so kräftig erhöht werden? Reicht nicht der Freibetrag angesichts der Schulden, die der Staat schon hat? Das werden nicht nur die Haushaltspolitiker der Koalitionsparteien denken, auch manch Wähler wundert sich über die abzusehende Spendierfreude von Schwarz-Gelb. Doch mit der Familienförderung in Deutschland ist es so eine Sache. Die Stellschrauben sitzen so dicht nebeneinander, dass keine ohne die andere zu bewegen ist, wenn das Gebilde weiter zusammenhalten soll. Die Erhöhung der Freibeträge begünstigt Bürger mit einer hohen Steuerlast, also Besserverdienende. Wer weniger Steuern zahlt, hat von dieser indirekten Förderung nicht viel. Also ist es nur gerecht, auch die direkten Leistungen zu erhöhen, sprich: das monatliche Kindergeld. Doch damit ist die Kettenreaktion nicht zu Ende. Denn Kinder von Hartz-IV-Empfängern würden selbst dabei leer ausgehen, weil Kindergeld auf die Sozialleistungen angerechnet wird. Also wäre konsequenterweise auch hier ein Zuschlag notwendig. Klar ist: Viele solcher in sich stimmigen Paketlösungen werden die Koalitionäre nicht bezahlen können.

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