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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Tarifstreit

    Bielefeld (ots) - Rote Banner, laute Reden, Kundgebungsteilnehmer in Arbeitskleidung: So kämpfen Gewerkschaften seit Urgroßvaters Zeiten für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Damit aber locken sie in einer Zeit, in der die Internet- und Fernsehsender-Nutzer moderne Formen der Kommunikation gewohnt sind, kaum jemanden vom Sofa. Anders ist das schon mit kreativen Störmanövern, wie sie unter dem Stichwort Flashmob gerade modern werden. Mit Spaß geht es gegen Autoritäten wie Politiker, Showstars oder Unternehmer. Mit vollen Einkaufswagen die Supermarkt-Kassen blockieren und dann nicht bezahlen? Das fanden sogar sonst eher humorarme Vertreter der Justiz so originell, dass sie es als vorübergehendes Mittel zuließen. Der Tarifkampf hört auf, eine spaßfreie Zone zu sein. Doch Vorsicht! Jede noch so lustige Aktion büßt durch Wiederholung ihren Reiz ein. Irgendwann verlieren die Richter den Humor. Und was noch wichtiger ist: Irgendwann müssen alle, die Flashmobs starten, mit ihren Opfern in Management und Belegschaft wieder zusammenarbeiten.

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