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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Fischfang-Quoten

    Bielefeld (ots) - Nicht nur die deutschen Fischer müssen sich auf deutlich niedrigere Fangquoten einstellen. Insbesondere der Hering in der Ostsee ist nach Ansicht von Experten in seinem Bestand ernsthaft gefährdet. Heute rächt sich die falsche Rücksichtnahme auf die Fischer, die durch Kürzung der Fangquoten ihre Existenz bedroht sehen oder bereits aufgegeben haben. Überfischung und illegaler Fischerei durch Fangflotten auch aus Nicht-EU-Staaten in Nord- und Ostsee haben die Landwirtschaftsminister der EU viel zu lange zugesehen, ohne die notwendigen Schutzmaßnahmen zu treffen. Nun fordert EU-Fischereikommissar Joe Borg, 2009 die Fangquote für Hering in der westlichen Ostsee um 63 Prozent zu kürzen. Deutlicher kann man nicht zeigen, zu welchen Versäumnissen es in der Vergangenheit gekommen ist. Die Quittung wird uns Verbrauchern im nächsten Jahr präsentiert. Das Angebot an Fisch muss im kommenden Jahr erneut reduziert werden und die Preise steigen weiter. Wenn auch kommende Generationen noch Hering, Heilbutt oder Dorsch auf dem Teller haben wollen, werden die zuständigen EU-Minister in naher Zukunft einen Fangstopp für einige Fischarten verhängen müssen.

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