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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Pakistan

    Bielefeld (ots) - »Mister zehn Prozent« ist am Ziel, Der neue Präsident, Witwer der ermordeten Ministerpräsidentin Benazir Bhutto, gehört zu den umstrittendsten Politikern Pakistans. Die Anschuldigungen gegen ihn reichen von Korruption über Geldwäsche bis hin zu Erpressung und Mord. Elf Jahre saß er im Gefängnis. Eigentlich sollte ein solcher Mann, der immer darauf geachtet hat, auch in öffentlichen Ämtern viel Geld in die eigene Tasche zu wirtschaften, als politischer Führer untragbar sein. So sehen seine politischen Gegner die Zukunft des Landes, das eine Gesundung der Wirtschaft dringend benötigt, unter Führung Zardaris skeptisch. Doch der Westen braucht diesen demokratisch legitimierten Asif Ali Zardari dringend als Helfer im Kampf gegen den Terrorismus, gegen die wiedererstarkten Taliban. Die Selbstmordanschläge, die Zardaris Wahl begleiteten, zeigen, wie ernst das Problem der terroristischen Bedrohung für die Atommacht Pakistan geworden ist Zardaris Zukunft wird auch davon abhängen, ob er das Land wirtschaftlich und beim Wiederaufbau demokratischer Institutionen voranbringt. Dies alles unter den Augen der argwöhnischen Armeeführung, die sich als Hüter der Ordnung versteht.

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