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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Libanon

    Bielefeld (ots) - Es soll wieder Krieg geben im Libanon. Wie so oft, wenn sich Konflikte anbahnen, kann die Welt wiederum nur zusehen, wie die Kräfte der Unvernunft unaufhaltsam aufeinander zusteuern und die Konfrontation suchen. Längst ist der erste Schuss gefallen, gehen die Appelle auch aus Berlin im Schlachtgeschrei unter. Es ist bitter, hinnehmen zu müssen, dass im Nahen Osten einflussreichere und näherstehende Mächte, etwa Saudi Arabien und Jordanien, gleichfalls nichts erreichen können. Interessierte Kreise versuchen unterdessen, die USA als Lieblingsbösewicht für den schiitisch-sunnitischen Bruderzwist haftbar zu machen. Das saudische Königshaus soll Anfang der Woche geheime Gespräche mit Abgesandten des Iran geführt haben. Dabei habe Teheran angeboten, so wird gestreut, man könne zu einem bestimmten Preis den Streit zwischen den säkularen Kräften und der schiitischen Hisbollah schlichten. Auf dem orientalischen Basar der Diplomaten wird dafür verlangt, die USA vom Widerstand gegen Teherans Atomprogram abzubringen. Frei übersetzt: Lasst uns die iranische Bombe in Ruhe bauen und Syrien hört auf, im Zedernstaat zu zündeln. Die Lage ist verfahren. Mit den Mitteln westlicher Pendel- und Reisediplomatie ist jedenfalls nichts mehr zu retten. Nur die Bürgerkriegsparteien selbst können jetzt noch das Blatt wenden, wenn sie nur wollten!

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