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Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) schreibt zur Konjunktur:

Bielefeld (ots)

So wenig man als Privatmann allein von Luft und
Liebe leben kann, so wenig machen volle Auftragsbücher den 
Unternehmer schon satt. Geld fließt in der Regel erst, wenn der 
Auftrag erledigt ist. Zuvor kann er storniert werden oder 
schlimmstenfalls auch an verschärften Kreditbedingungen scheitern.
In den USA ist diese Gefahr längst gegenwärtig - trotz mehrmaliger 
Interventionen der Notenbank. Die Erfahrung lehrt, dass Krisen, die 
jenseits des Atlantiks ihren Ausgang nehmen, irgendwann nach Europa 
überschwappen. Dies ist zwar kein Naturgesetz. Doch je länger die 
Krise anhält, desto größer werden offenbar die Löcher in den 
Banktresoren. Schon jetzt hakt es bei dem sonst quicklebendigen 
Zwischenbankengeschäft an allen Ecken und Enden. Offenbar traut 
keiner mehr den Aussagen der anderen.
Immerhin könnte ein Stocken des US-Konjunkturmotors der europäischen 
Wirtschaft auf der Energie- und Rohstoffseite Entlastung verschaffen.
Die sinkende Nachfrage müsste jetzt schon in größerem Maße zu 
sinkenden Preisen führen.
Und noch etwas lässt hoffen, dass der Konjunkturmotor nicht von heute
auf morgen blockiert: Ausgerechnet die Binnennachfrage erweist sich 
als stabil und steigt sogar geringfügig an. Grundlage ist neben den 
Lohnerhöhungen die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Mehr Jobs geben mehr 
Sicherheit. Und wer sich sicher fühlt, spendiert sich eher ein neues 
Auto oder Kleid.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

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