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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Islamkonferenz

Bielefeld (ots) - Islamischer Religionsunterricht sollte hierzulande schon lange als vollwertiges Bekenntnisfach in deutscher Sprache nach verbindlichem Schulrecht stattfinden. Deshalb ist der gestrige Grundsatzbeschluss, der streng genommen nur eine Empfehlung ist, richtig. Unser christlich-abendländisches Toleranzverständnis lässt gar keinen anderen Weg zu. Zur Bildung gehört auch religiöse Unterweisung - und zwar im Glauben und in der Tradition der Menschen, die es betrifft. Dass es trotzdem so schwierig ist, über Schulversuche und das nur in der Hälfte der Bundesländer hinauszukommen, liegt jedenfalls nicht an der deutschen Seite. Das ist gestern bei der Berliner Islamkonferenz deutlich geworden. Außerdem: Berlins Senator Ehrhart Körting (SPD) hat die Anerkennung der deutschen Rechtsordnung durch den Islamrat nicht als große Integrationsleistung, sondern als pure Selbstverständlichkeit gewertet. Recht hat er. Einzelne Mitglieder im Koordinierungsrat der Muslime formulieren immer noch Forderungen nach Sonderrechten, die weit außerhalb des Grundgesetzes stehen. Denken wir nur an die Frauenrolle allgemein, die islamischer Mädchen ganz besonders. Der Staat hat das Problem, dass sich ihm die extrem konservativen, aber viel zu wenig die modernen Muslime als Gesprächspartner stellen. Repräsentativ ist die Islamkonfernz jedenfalls nicht. Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261 Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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