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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur SPD

    Bielefeld (ots) - Becks späte EinsichtDer gestrige Auftritt des wieder genesenen SPD-Chefs Kurt Beck machte eines deutlich: Er muss nach seiner umstrittenen Öffnung zur Linkspartei - die er jetzt Auseindersetzung mit der Linken nennt - um verlorenes Vertrauen hart kämpfen. Er hat es durch seinen Linksschwenk leichtfertig verspielt. Wer vor der Wahl etwas verspricht und nicht einhält, wird zu Recht abgestraft. Nun soll also eine Funktionärskonferenz über den Kurs gegenüber der Linkspartei entscheiden. Diesen Weg hätte Beck von Anfang an gehen sollen. Erst diskutieren und dann entscheiden. So aber hat er durch die von ihm angestoßene Neuorientierung gegenüber der Linken die Partei im Streit hinterlassen und den politischen Gegnern reichlich Munition zu Angriffen geliefert. Die Versuche der SPD-Führungsriege, Beck aus der Schusslinie zu nehmen und für das innerparteiliche Chaos Andrea Ypsilanti verantwortlich zu machen, sind zu durchsichtig. Der Wähler glaubt es nicht. Auch wenn die SPD-Spitze eine Debatte über die Kanzlerkandidatur zum jetzigen Zeitpunkt abblockt, ist eines schon klar: Eine Kandidatur von Kurt Beck hat sich erledigt, weil er aus der Glaubwürdigkeitskrise bis zur Bundestagswahl 2009 nicht herauskommen wird.

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