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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Balda

    Bielefeld (ots) - Einem Briefkasten kann man nicht in die Tasche greifen. So gesehen muss es die Beschäftigten von Balda Solutions bedenklich stimmen, dass der Aurelius-Fonds offenbar eigens für den Kauf ihres Unternehmens in Bad Oeynhausen die KS Plastik Solutions neu aus der Taufe gehoben hat. Noch will niemand - in Anlehnung an Siemens/BenQ, wo man Mitarbeiter billig los werden wollte - das Wort »kreative Insolvenz« in den Mund nehmen. Keine Folge mangelnder Kreativität, sondern eher Ergebnis schlechten Managements wäre Ursache für das Aus der Balda AG. Erneut fallen die Zahlen deutlich unter das prognostizierte Niveau. Trotzdem hat die AG Chancen: Bei einer Insolvenz stünde viel zur Disposition - auch die Verfügung über die Tastbildschirm-Technologie. Und diese möchte wirklich keiner aus der Hand geben. Selbst wenn eine Rettung gelingt, bleibt der Weg für Balda steinig. Die Weltkonjunktur entwickelt sich nicht so, dass allerorts die Verbraucher nur danach gierten, viel Geld für neue Handys auszugeben. Je länger das iPhone und ähnliche Produkte jedoch brauchen, sich durchzusetzen, desto teurer wird es für Balda. Dabei geht es immerhin um 8000 Jobs - die wenigsten allerdings in Oeynhausen. Bernhard Hertlein

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