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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Energie-Zwangssparprogramm

Bielefeld (ots)

Vermieter, das weiß doch jedes
Klassenkämpfer-Kind, sind schon von Natur aus raffgierig-einnehmende 
Wesen, Ausbeuter eben...
Die (zu Unrecht?) Besitzenden schröpfen ihre Mieter nach allen Regeln
der Kunst. Nicht von un- gefähr werden die Wohnnebenkosten für 
Heizung, Warmwasser, Müllabfuhr etc. im gängigen Sprachgebrauch 
kurzerhand als »zweite Miete« gehandelt und wahrheitswidrig über 
einen und denselben Leisten gezogen.
Die Absicht ist klar. Man will Missstimmung erzeugen, Zwietracht 
säen, ideologische Süppchen kochen. Nach der Devise: Die da oben 
sacken ein - wir hier unten müssen bluten.
Schiefer konnten diese Billig-Klischees schon bisher kaum sein. Doch 
wenn SPD-Umweltminister Sigmar Gabriel mit seinem 
60-Milliarden-Energiespar-Zwangsprogramm auch nur näherungsweise zum 
Zuge käme, könnte sich das Ver- hältnis zwischen Mietern und 
Vermietern zu einer atmosphärischen Dauer-Störung, ja, zu einer 
mittleren Klimakatastrophe auswachsen. Bis hin in die Gerichtssäle.
1,4 Millionen Nachtspeicherheizungen sollen per Gesetz verboten und 
gegen Gasheizungen ausgetauscht werden. Kostenpunkt runde 20 000 Euro
je Anlage, ein dicker Brocken gerade auch für Haus-Eigennutzer und 
weniger betuchte Vermieter, die es ja durchaus auch geben soll.
Mindestens jeder fünfte der gut 14 Millionen Eigennutzer von Ein- und
Zweifamilienhäusern soll verpflichtet werden, die Kellerdecken und 
sämtliche Heizungsleitungen sogar im Mauerwerk (!) mit Dämmstoffen zu
ummanteln. Wie Gabriels Zuarbeiter für diese niedlich so genannte 
Nachrüstung lediglich lächerliche 2000 Euro veranschlagen können, 
bleibt bis auf Weiteres ihr Geheimnis.
Ähnliches gilt bei der Sanierung vermieteter Wohnungen für den 
geplanten Zwangsaustausch aller Einscheiben-Fenster, die älter als 30
Jahre, sowie aller Heizungen, die länger als 20 Jahre in Betrieb 
sind. Und nicht zuletzt auch für die Absicht, jeden (!) Haus- und 
Wohnungsbesitzer zu zwingen, wenigstens zehn Prozent der Energie aus 
»erneuerbaren« Quellen zu beziehen. Dann nämlich müssten fortan jedes
Jahr eine weitere Million Heizkessel verschrottet und durch neue 
ersetzt werden.
Und nicht nur nebenbei: Wer eigentlich soll die Überwachung 
gewährleisten?
Niemand kann etwas dagegen haben, dass Vorsorge getroffen wird zum 
Schutz unserer Lebensgrundlagen. Aber brachialer Aktionismus der 
Duftmarke Gabriel wirkt verdächtig: Väterchen Staat lähmt die 
Eigeninitiative der Bürger, zieht Scheinverantwortung auf sich, 
bestraft sie aber zugleich auch noch dafür, indem er bei ihnen 
abkassiert ohne Maß und Ziel. Übrigens sind auch die »bösen« 
Hauseigentümer und Vermieter kräftig zahlende Energieverbraucher wie 
jeder andere...
PS. Und was wäre, wenn sich das Unterfangen, den Klimawandel zu 
beeinflussen, als schiere Anmaßung des Menschen erweisen sollte? 
Würden die heute so wildentschlossenen Klima-Retter dann wohl ein 
Einsehen haben und zur Vernunft zurückfinden?

Pressekontakt:

Rückfragen bitte an:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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