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Klima-Allianz Deutschland

Strom aus blutiger Kohle
Klima-Allianz und FIAN kritisieren den Import kolumbianischer Steinkohle nach Deutschland
Rundreise mit zwei kolumbianischen Aktivisten vom 21.11. bis zum 3.12.201

Berlin (ots)

Kolumbien ist in den letzten Jahren für Deutschland zum zweitgrößten Steinkohle-Exporteur aufgestiegen, nur aus Russland bezieht die Bundesrepublik mehr Kohle. 2010 werden wahrscheinlich erstmals mehr als 8 Millionen Tonnen kolumbianischer Kohle in Deutschland verbrannt. Hauptabnehmer ist E.ON, aber auch Trianel, GKM und RWE werden bereits beliefert oder haben Optionsverträge abgeschlossen.

Was jedoch Viele nicht wissen: Die Bevölkerung und die Umwelt Kolumbiens werden für das dreckige Geschäft mit der Kohle rücksichtslos ausgebeutet. Die Kohletagebaue zerstören tausende Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Flächen und Waldgebiete. Zukünftig sollen weitere Abbauregionen erschlossen werden - mit verheerenden Folgen für die lokale Bevölkerung. "Durch den Kohlebergbau in Kolumbien wird die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstört", sagt Sebastian Rötters, Bergbauexperte der Menschenrechtsorganisation FIAN. Alfredo Tovar, Vorstandsmitglied der Kohlearbeitergewerkschaft Sintramienergetica fordert, dass der Kohleabbau so lange gestoppt wird, bis die Bevölkerung vor Ort der Förderung nach gründlicher Abwägung zustimmt.

Der Kohleabbau in Kolumbien fordert auch außerhalb der Minen viele Opfer. Menschenrechtsorganisationen melden Angriffe auf Gewerkschafter, Verstöße gegen Arbeitsrechte, völlig unzureichende Entschädigungen, Vertreibungen und Mord.

Gleichzeitig werden in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut, die nicht nur den Klimawandel anheizen sondern auch den Bedarf an Importkohle weiter steigern werden. "Es ist nicht hinnehmbar, dass Deutschland vor den Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien die Augen verschließt", erklärt Mona Bricke, Kohle-Expertin der Klima-Allianz. "Wir fordern sowohl die Bundesregierung als auch die Energiekonzerne auf, sich dafür einzusetzen, dass der Abbau und Handel von Kohle für bereits bestehende Kraftwerke nicht auf Kosten von Menschenrechten geschieht. Gleichzeitig gebietet es die politische Vernunft, keine weiteren Kohlekraftwerke zu bauen."

Vor diesem Hintergrund haben die Klima-Allianz und FIAN Betroffene nach Deutschland eingeladen. Nilson Antonio Ramirez, Gemeindesprecher der indigenen Gemeinde Tamaquitos und Alfredo Tovar, Vorstandsmitglied der Kohlearbeiter-Gewerkschaft Sintramienergetica, werden auf ihrer Rundreise vom 21.11.- 03.12.2010 über die Auswirkungen des Kohletagebaus in ihrer Heimat sprechen. Alle Termine und Orte unter www.klima-allianz.de und www.kohle-protest.de

Bei Fragen zu den Veranstaltungen:

Klima-Allianz
Mona Bricke, Anti-Kohlekampagne der Klima-Allianz
Tel.: 0176-21668247
bricke@klima-allianz.de
www.kohle-protest.de

Bei Fragen zur kolumbianischen Delegation:
FIAN
Sebastian Rötters, Bergbauexperte
Tel.: 0163-4772758
s.roetters@fian.de
www.fian.de

Original-Content von: Klima-Allianz Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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