DLG Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.

Woche des guten Geschmacks: 3.000 Schinken und Wurstprodukte im Test
DLG-EuroFoodTest 2009 am 10. und 11. März in Köln

Frankfurt (ots) - Regionale Lebensmittel boomen. Sie stehen mit ihrem Namen für eine Qualitätsgarantie, die das Vertrauen der Verbraucher in die jeweiligen Produkte stärken soll. Wird dieses Versprechen auch tatsächlich erfüllt? Wie ist es um die Qualität regionaler Fleischerzeugnisse bestellt? Diesen Fragen geht jetzt das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) im Rahmen des DLG-EuroFoodTests nach, Europas größtem Lebensmittel- und Getränketest, der jetzt in Köln stattfindet. Über 6.000 Lebensmittel werden dort zwei Tage lang von 500 Experten auf ihre Qualität hin untersucht. Darunter befinden sich auch 3.000 Schinken und Würste, die 350 regionale Spezialitäten stellen.

"Räumliche (Produkt-)Nähe schafft neben Vertrauen auch Transparenz durch eine nachvollziehbare Produktherkunft und Qualität. Das bietet eine hervorragende Abgrenzungsmöglichkeit von der anonymen Massenproduktion", erklärte Prof. Dr. Achim Stiebing, wissenschaftlicher Leiter der DLG-Qualitätsprüfung. Die steigende Beliebtheit regionaler Spezialitäten ist verknüpft mit dem Wunsch, jederzeit zu wissen, woher ein Produkt stammt. Denn mit der Kenntnis der Herkunft verbinden viele Verbraucher Aspekte wie Vertrauen, Sicherheit und - nicht zuletzt - die Frische unserer Lebensmittel.

Unter den regionalen Spezialitäten haben Produkte wie Schwarzwälder Schinken oder Speck, Rügenwalder Teewurst, Original Thüringer Rotwurst, Westfälische Mettenden, Holsteiner Katenschinken oder der Original Fuldaer Schwartenmagen die Nase vorn. Für einige dieser Produkte gelten geschützte Ursprungsbezeichnungen oder der Schutz von garantiert traditionellen Spezialitäten. Damit Qualitätsvorgaben und Produktionsverfahren, die diese Produkte ausmachen, nicht verwässern, haben sich Hersteller einzelner Regionen bereits vielfach diesen EU-Schutz für regionale Produkte gesichert.

Bei den hierzulande am meisten verbreiteten geschützten geographischen Angaben dürfen die Rohstoffe der Produkte allerdings frei bezogen werden. Das heißt, sie stammen nicht zwingend aus der Namen gebenden Region. Durch den EU-Schutz entfallen auch umschreibende Bezeichnungen, wie etwa "nach Thüringer Art". Diese Produkt-Spezifikation bringt Vorteile für den Verbraucher, denn sie stellt sicher, dass beispielsweise eine Nürnberger Rostbratwurst nur nach traditioneller Rezeptur und den vorgeschriebenen Zutaten hergestellt werden darf. Das Fleisch muss aber nicht zwingend aus Nürnberg stammen. Eine "Standard-Wurst" kommt dennoch nicht auf den Tisch. Qualitative Unterschiede, wie sie sich auch bei der DLG-Qualitätsprüfung zeigen, resultieren aus Abweichungen bei der individuellen Herstellungspraxis.

Regionaltypische Produkte zu beurteilen, setzt natürlich voraus, dass man die charakteristischen Anforderungen und Profile dieser Lebensmittel kennt. Die DLG-Experten, die in Köln regionale Spezialitäten testen, stammen daher aus der entsprechenden Region und bringen die erforderliche Produktkenntnis mit. Die angemeldeten Spezialitäten werden dann systematisch mit der technologisch maximal erzielbaren Produktqualität verglichen. Dabei wird insbesondere auf die jeweiligen sensorischen Besonderheiten geachtet: Kommt beim Schwarzwälder Schinken der Tannenrauchgeschmack ausreichend zur Geltung oder stimmt die typische Geschmacksnuance mit Majoran in der Thüringer Rotwurst? Das sind nur einige Fragen, auf die die DLG-Experten bei ihrer Beurteilung in Köln achten werden.

Pressekontakt:

DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft),
Guido Oppenhäuser/Dr. Regina Hübner,
Eschborner Lendstraße 122, 60489 Frankfurt am Main;
Tel.: 069-24788-213; E-Mail: g.oppenhaeuser@DLG.org

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