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Zurück in den Alltag mittels neuropsychologischer Therapie

München (ots) - Es ist eine der größten Tragödien in unserem Leben, wenn durch Schlaganfall, Hirntumor oder Schädel-Hirn-Verletzungen das Gehirn geschädigt und die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wird: Die Heilung ist das eine, die oft mühevolle Rückkehr in den Alltag das andere. Dabei dürfen Klienten nicht überlastet und sollten dennoch gefördert werden. Diesen schmalen Grat geht die neuropsychologische Therapie. Wichtigste Ziele der Behandlung sind Ausgeglichenheit und Selbstständigkeit der Patienten.

Anwendungsgebiete der wissenschaftlich begründeten neuropsychologischen Therapie sind Störungen beim Lernen und Planen, Sprechen und Bewegen. Auch Wahrnehmungsstörungen von Räumen oder beim Sehen sind therapierbar. Mit der Erkrankung ist oft auch das emotionale Erleben verändert oder beeinträchtigt. Reizbarkeit, depressive Verstimmungen oder Ängste sind häufige Begleiterscheinungen. Auch Verhaltensstörungen wie eine gesteigerte Unruhe, Antriebslosigkeit oder mangelnde Selbstkontrolle können die Folge sein. Darüber hinaus ist es wichtig, vom Therapeuten Unterstützung hinsichtlich Akzeptanz und Verarbeitung der Krankheit sowie bei den manchmal entstehenden Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen zu erhalten.

Ein Beispiel aus dem Leben

Marita Neuner (Name geändert) hat nach einem Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Sie kann sich die einfachsten Dinge nicht merken und auf eine Aufgabe nicht länger konzentrieren. Fehler sind die Folge. Natürlich ist sie gereizter, schneller frustriert und schwankt in ihren Gefühlszuständen häufiger. In der neuropsychologischen Therapie lernt Frau Neuner, mithilfe eines Arbeitsplanes Überlastungen ihres Gedächtnisses zu vermeiden und ihren Alltag besser zu strukturieren. Sowohl sie als auch ihre Angehörigen und Arbeitskollegen erhalten Informationen über das Störungsbild und lernen, wie sie mit den Defiziten von Frau Neuner besser umgehen können. Am Ende der Therapie ist sie im Beruf und im Alltag durchaus selbstständiger und emotional deutlich ausgeglichener. Dabei setzt sie weiterhin externe Gedächtnishilfen ein, um im Alltag die Übersicht zu behalten und ihre verschiedenen Aufgaben zu bewältigen.

Was ist klinische Neuropsychologie?

Die sogenannte klinische Neuropsychologie beschäftigt sich mit den Auswirkungen einer Hirnschädigung oder eine Schädigung des zentralen Nervensystems auf kognitive (gedankliche) und psychische Fähigkeiten. Darüber hinaus sucht sie den besten Weg zur Erkennung und gezielten Behandlung der Auswirkungen einer organischen Hirnschädigung. Große deutsche Kliniken veröffentlichen Zahlen zu den Patienten: je nach Klinikum sind es jährlich etwa 2.000 bis 5.000 Patienten, die klinische Neuropsychologie erhielten. Diese Therapieform ist also keine Seltenheit, sondern gehört zu den Alltagsangeboten in der deutschen Gesundheitslandschaft.

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