Deutscher Bauernverband (DBV)

Sonnleitner bekennt Bereitschaft zum Dialog
Vorwürfe des Bundeskanzlers am Bauernverband zurückgewiesen

    Berlin (ots) - Auf einer Pressekonferenz am 11. Januar 2001
in Berlin hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd
Sonnleitner, die Vorschläge des Deutschen Bauernverbandes zur
Überwindung der BSE-Krise der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach
intensiver Vorarbeit und einer ganztägigen Befassung mit
Wissenschaftlern und Experten seien die Vorschläge am 10. Januar vom
Verbandsrat des Deutschen Bauernverbandes verabschiedet worden. Die
Vorschläge würden bereits am "Runden Tisch Fleisch" mit sechs
Arbeitsgruppen mit Beteiligten der gesamten Nahrungsmittelkette unter
Einschluss der Wissenschaft und der Verbraucher intensiv erörtert
(die Vorschläge des DBV sind als Dokumentation beigefügt).
    
    Sonnleitner betonte, dass er die harte Kritik des Bundeskanzlers
und seiner neuen Landwirtschaftsministerin am Deutschen
Bauernverband, die diese am Vorabend geäußert hatten, nicht
akzeptieren könne und entschieden zurückweise. Er habe der neuen
Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast gratuliert und biete
eine gute Zusammenarbeit an. Der Deutsche Bauernverband sei
selbstverständlich bereit, eine agrarpolitische Richtungsdebatte zu
führen. Vorrang müsse aber haben, dass sich Bund und Länder,
Landwirtschaft und der vor- und nachgelagerte Bereich auf eine
wirksame Bekämpfungsstrategie verständigten und diese durchsetzten,
um wieder Sicherheit und Verbrauchervertrauen zu erhalten.
    
    Sonnleitner erinnerte daran, dass man den damaligen
niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder und den
jetzigen Bundeskanzler, der jetzt eine andere Agrarpolitik fordere,
in den vergangenen Jahren ganz anders erlebt habe. Er und viele
andere hätten den Bauern und ihrem Verband immer wieder vorgeworfen,
sie seien die "ewig Gestrigen" und verschlössen sich der
Liberalisierung und Globalisierung. Frau Künast werde sehr schnell
feststellen, dass sie im Bauernverband einen Verbündeten habe, wenn
es darum gehe, Verbrauchervertrauen durch bäuerliche Strukturen zu
erhalten. Trotz des bisherigen extremen Strukturwandels sei
Deutschlands Landwirtschaft nach wie vor von selbständigen Bauern
bestimmt, ganz im Gegensatz etwa zu Nord- und Südamerika.
    
    Wenn der Bundeskanzler jetzt anmahne, von der Ladentheke her zu
denken, sei der Bauernverband dabei, so Sonnleitner. Das müsse dann
aber bitte konsequent betrieben werden und nicht, indem man jetzt auf
die Bauern und die mittelständige Ernährungsindustrie einprügle,
während die Konzerne des Lebensmittelhandels auf Niedrigpreispolitik
setzten.
    
    
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