Deutsche Welthungerhilfe e.V.

Welthungerhilfe kritisiert Sparkurs der Bundesregierung
Haushalt 2015: Entwicklung - Nein Danke!
Das Entwicklungsjahr der Superlative wird im Haushaltsplan der Bundesregierung weitestgehend ignoriert

Bonn/Berlin (ots) - Die Welthungerhilfe hat das stagnierende Entwicklungsbudget im Haushaltsentwurf der Bundesregierung anlässlich der heutigen Haushaltsberatungen kritisiert. "Kurz bevor in New York die neue Entwicklungsagenda verabschiedet wird und Deutschland den G7-Gipfel ausrichtet, erhöht der Bundestag den Entwicklungsetat um nur 0,03 Prozent", sagt der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Dr. Wolfgang Jamann. "Das ist das falsche Signal für ein Jahr, in dem die Weichen der Entwicklungszusammenarbeit neu gestellt werden." Damit gefährde die Bundesregierung nicht nur Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, sondern ignoriere auch das 0,7-Prozent-Ziel der Industrieländer- und das, obwohl humanitäre Krisen immer bedrohlichere Ausmaße annehmen.

"Wichtige Sonderinitiativen zur Bekämpfung des Hungers oder zur Unterstützung der Flüchtlinge lassen sich mit dem stagnierenden Budget nicht bezahlen", sagt Jamann. Deutschland solle sich an Großbritannien orientieren, das sein Entwicklungsbudget trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise stetig erhöht hat. Die Industrieländer der Vereinten Nationen hatten sich schon 1970 das Ziel gesetzt, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen; bislang haben jedoch nur fünf Staaten das Ziel erreicht.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand: Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 7.350 Projekte in 70 Ländern mit 2,66 Milliarden Euro gefördert - für eine Welt ohne Hunger und Armut.

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