BDI Bundesverband der Dt. Industrie

BDI-Präsident Rogowski: Unternehmerschelte und Umverteilungskonzepte lösen nicht Beschäftigungsprobleme

    Berlin (ots) - "Mit Unternehmerschelte à la DGB-Chef Schulte und
den ideologischen Umverteilungskonzepten von ver.di - Chef Bsirske
erhält der Arbeitsmarkt keine Impulse", sagte Michael Rogowski,
Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).
Unternehmerschelte und Umverteilungskonzepte lösten keines der
Beschäftigungsprobleme. "Wir brauchen stattdessen mehr Wettbewerb,
Wertschöpfung und Wirtschaftswachstum", forderte Rogowski. Das Jahr
2002 müsse trotz Wahlkampf zum Jahr der Reformen werden. "Bei über
vier Millionen Arbeitslosen akzeptiert niemand, warum in einem
Wahljahr politischer Stillstand herrschen soll", mahnte der
BDI-Präsident.
    
    2002 werde wirtschaftlich ein schwieriges Jahr. "Da ist es völlig
unverständlich, dass die Regierungskoalition gleich mit
Steuererhöhungen beginnt.", so Rogowski. Mit der Ökosteuererhöhung
zahlt ab 1. Januar jeder Autofahrer fast 4 Cent mehr für den Liter
Benzin, ohne dass dies die Rentenbeiträge senke. Zusammen mit der
ebenfalls zum 1. Januar in Kraft tretenden Steigerung der Tabak- und
Versicherungssteuer entziehe die Regierung damit dem Bürger mitten im
Abschwung rund zehn Mrd. DM oder über fünf Mrd. Euro an Kaufkraft,
kritisierte der BDI-Präsident. "Das wirkt, als ob man einem
Schiffbrüchigen statt des Strohhalms einen Mühlstein zuwirft."
    
    "Es ist zwar nachvollziehbar, dass die Gewerkschaften den
Kaufkraftschwund durch die falsche Politik bei Steuern und
Sozialabgaben mit völlig überhöhten Tarifforderungen für ihre
Klientel wieder reinholen wollen. Doch dies geht voll zu Lasten der
Arbeitsplätze und Arbeitslosen. Ich fordere daher die Gewerkschaften
auf, mit uns gemeinsam ein Bündnis für mehr Netto einzugehen", so der
BDI-Chef. Reformen bei den Sozialversicherungen und Steuern
ermöglichten höhere Nettolöhne für alle, gleichzeitig könnten die
Bruttolöhne stabil bleiben. Nur so könnten die Unternehmen neue
Arbeitsplätze schaffen.
    
ots Originaltext: Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.
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