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Russland-Tag auf der Hannover Messe: Deutsch-Russische Wirtschaftsbeziehungen im Aufschwung

    Berlin (ots) - Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die
deutsch-russische Wirtschaftskooperation haben sich verbessert,
erklärte der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Werner
Müller anlässlich des Russischen Wirtschaftstages am 23. April in
Hannover. An der vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und der
Delegation der Deutschen Wirtschaft ausgerichteten Konferenz nahmen
rund 300 Wirtschaftsvertreter teil. Das Ziel der Konferenz war, den
Stand und die Perspektiven der bilateralen Wirtschaftskooperation zu
durchleuchten und die wirtschaftspolitischen Prioritäten der
russischen Regierung zu erfahren.
    
    Der russische Ministerpräsident Michail Kassjanov verwies auf das
starke Wachstum der russischen Wirtschaft und versicherte, dass seine
Regierung alles daran setzen werde, die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen für ausländische Investoren zu verbessern. Erste
Reformschritte seien bereits eingeleitet, weitere würden im Verlauf
des Jahres folgen.
    
    "Bei dem jetzt günstigen weltwirtschaftlichem Umfeld hätte sich
die deutsche Wirtschaft mehr vorzeigbare Ergebnisse in der
deutsch-russischen Zusammenarbeit gewünscht", so Klaus von Menges,
Sprecher des Länderkreises im Ost-Ausschuss und Vorstandsvorsitzender
der Ferrostaal AG. Er verwies auf die Chancen der deutschen
Unternehmen in den klassischen Industriebereichen. Die Basis für eine
erfolgreiche Zusammenarbeit sollte, so v. Menges, der Rohstoff- und
Energiesektor, sowie der Hochtechnologie- und Dienstleistungssektor
bilden. Russland habe auf dem Gebiet des Bank- und Finanzwesens erste
Reformen eingeleitet. Durch den Abbau der Zahlungsrückstände seien
bei den Mitgliedsländern des Pariser Klubs die Voraussetzungen für
eine weitere finanzielle Zusammenarbeit geschaffen worden. Der
Hermes-Plafonds in Höhe von einer Milliarden DM kann aller
Voraussicht nach in Kürze wieder ohne jede Einschränkung genutzt
werden.
    
    Hervorzuheben sei auch, dass die Gläubiger nichtstaatlich
garantierter Handelsforderungen sich am 12. April 2001 in London mit
dem russischen Stellvertretenden Finanzminister Sergeij Kolotuchin
über Rückzahlungskonditionen geeinigt haben. Nach Auskunft von
russischer Seite handelt es sich um eine Summe von rund zwei
Milliarden USD. Die Konditionen orientieren sich an den Abmachungen
des Londoner Klubs von 1997, die mit einem Teilschuldenerlass
verbunden waren.
    
    Im Rahmen des Wirtschaftstages Russland haben die beiden
Wirtschaftsmetropolen Moskau und St. Petersburg die Vorteile der
beiden Städte für eine Wirtschaftskooperation herausgestellt. Sowohl
russische als auch internationale Ratings haben die
Investitionschancen gerade in Moskau und St. Petersburg als die
besten in der Russischen Föderation bezeichnet.
    
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