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"Vertell doch mal!": Zweifacher Sieg und Teilnehmerrekord / Übertragungen in allen vier Radio-Landesprogrammen des NDR
"Kinner" - Buch zum Wettbewerb im Wachholtz-Verlag erschienen

    Hamburg (ots) - Das gabs noch nie in der nunmehr 14-jährigen
Geschichte des plattdeutschen Schreibwettbewerbs "Vertell doch mal!":
Zweimal hat Bert C. Biehl aus Hamburg bisher Geschichten eingereicht
- und wie schon im vergangenen Jahr auch diesmal das Rennen gemacht.
Die Ehrenjury vergab Platz 1 an seine Kriminalerzählung "Sina".
Insgesamt hatten sich 2335 Autorinnen und Autoren an dem Wettstreit,
der in diesem Jahr unter dem Thema "Kinner" stand, beteilgt - der
bisherige Teilnehmerrekord.
    
    Am Sonntag, 2. Juni, wurden die fünf besten Geschichten in einer
Matinee im Hamburger Ohnsorg-Theater von Schauspielern vorgetragen
und die Autorinnen und Autoren mit Geldpreisen ausgezeichnet. Zu der
festlichen Veranstaltung hatten die Radio-Landesprogramme des NDR,
die Sparkassen und das Ohnsorg-Theater eingeladen.
    
    Der erste Preis war mit 1.000 Euro dotiert. Bert C. Biehls
Erzählung "Sina" handelt von einem Mädchen, das seinen Stiefvater
ermordet, weil dieser sie missbraucht hatte.
    
    Claus Stier aus Wustrow (Mecklenburg-Vorpommern) landete mit
"Kinner" auf dem zweiten Platz und erhielt dafür 750 Euro. Er erzählt
die Geschichte eines Kindes, das für ein simples Katzenauge einen
viel zu hohen Preis bezahlt hat.
    
    "Nico, Opa un dat HDO 521" - dieser Text brachte Harald Lahann aus
Borstel (Schleswig-Holstein) den dritten Preis und 500 Euro. Bei ihm
sorgt Enkel Nico dafür, dass sein Opa ein altes Hörgerät behalten
darf, damit er nicht immer alles hören muss.
    
    Rita Schultz aus Kaltenkirchen (Schleswig-Holstein) schrieb sich
mit "Kinnerlandverschickung 1942" auf Rang vier und bekam dafür 250
Euro. Die Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg erzählt von einem
Kind, das einem geflüchteten polnischen Mädchen seine weiße
Strickjacke überlässt, die es schließlich verrät.
    
    Platz fünf und 250 EUR gingen an Johannes Bollen aus Bad
Zwischenahn für "Buddel in't Bett". Darin versuchen die Eltern eines
sechsjährigen Mädchens vergeblich, ihm das Trinken aus der
Nuckelflasche auszureden.
    
    Durch das Programm der Preisverleihung führte Ernst Christ, Leiter
der Niederdeutschen Redaktion der NDR 1 Welle Nord. Die Preise wurden
verliehen von Heidi Kabel, Urgestein des Ohnsorg-Theaters;
Europaminister a.D. Heinrich Jürgens aus Niedersachsen; Peter Harry
Carstensen, frischgebackener CDU-Landesvorsitzender in
Schleswig-Holstein; Eckart Bethke, Hörfunkchef der NDR 1 Welle Nord;
und Cornelia Nenz vom Fritz-Reuter-Literatur-Museum Stavenhagen.
    
    Pünktlich zum Abschluss ist auch das "Vertell doch mal!"-Buch mit
dem Titel "Kinner" erschienen. Darin enthalten sind die 25 besten
Geschichten des Wettbewerbs.
    
    Der Gewinner des ersten Preises, Bert C. Biehl, wird noch am
Sonntag, 2. Juni, um 15.15 Uhr in einem Interview auf NDR 90,3 zu
hören sein. Die fünf Siegergeschichten sendet NDR 90,3 werden am 9.
und 16. Juni 2002 in der Sendung "Wi snackt platt" jeweils von 8.20
bis 9.00 Uhr.
    
    NDR 1 Radio MV stellt den Preisträger aus Mecklenburg-Vorpommern,
Claus Stier, am Montag, 3. Juni 2002, in der Morgenshow ab 5.30 Uhr
vor. Ein ausführliches Porträt und seine Geschichte gibt es
zusätzlich im Kulturjournal zwischen 19.05 und 20.00 Uhr. Ein
55-minütiger Zusammenschnitt aus dem Ohnsorg-Theater ist am
Sonnabend, 8. Juni 2002, in der Sendung "Klönkist" von 19.05 bis
20.00 Uhr zu hören.
    
    NDR 1 Niedersachsen berichtet am Montag, 3. Juni 2002, von 20.05
Uhr an über den Wettbewerb und die Preisverleihung.
    
    Auf der NDR 1 Welle Nord gibt es eine ausführliche Zusammenfassung
der Abschlussveranstaltung am Montag, 3. Juni 2002, zwischen 21.00
und 22.00 Uhr in der Sendung "Von Binnenland und Waterkant". Bereits
am Morgen wird ein Bericht in "Guten Morgen Schleswig-Holstein" (ab
5.30 Uhr) gesendet.
    
    
ots Originaltext: NDR
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