Alle Storys
Folgen
Keine Story von NDR Norddeutscher Rundfunk mehr verpassen.

NDR Norddeutscher Rundfunk

Umfrage: Landesregierung in Niedersachsen verliert in wichtigen Politikfeldern an Vertrauen

Hamburg (ots)

Sperrfrist: 15.01.2010 18:00
   Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
   Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.
Veröffentlichung frei bei Nennung "Niedersachsen 19.30 das 
Magazin"
Zwei Jahre nach der Landtagswahl hat die CDU-FDP-Koalition in 
Niedersachsen in wichtigen Politikfeldern an Vertrauen verloren. Sie 
könnte bei einer Landtagswahl aber ihre Mehrheit behaupten. Das ist 
das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest 
dimap im Auftrag des TV-Landesprogramms "Niedersachsen 19.30 das 
Magazin", zu sehen täglich um 19.30 Uhr im NDR Fernsehen.
Nach dieser Umfrage verlöre die CDU bei einer jetzt durchgeführten
Landtagswahl leicht an Stimmen und käme auf 41 Prozent (Landtagswahl 
2008 42,5%). Auch die SPD sackt ab - auf 29 Prozent (LTW 30,3%). Die 
Grünen legen zu auf 11 Prozent (LTW 8,0%), die FDP kommt auf 9 
Prozent (LTW 8,2%) und die Linke auf 6 Prozent (LTW 7,1%).
In der Arbeitsmarktpolitik trauen die Befragten der Regierung 
deutlich weniger zu als bei der letzten Umfrage vor zwei Jahren. 60 
Prozent sind eher unzufrieden mit dem Schaffen und dem Erhalt von 
Arbeitsplätzen, das sind 6 Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren. Am
schlechtesten wird die Schulpolitik der Regierung beurteilt. Hier 
sind 64 Prozent unzufrieden, 2 Prozentpunkte mehr als vor zwei 
Jahren. Die Unzufriedenheit überwiegt auch in der Finanzpolitik (62 
Prozent), in der Sozialpolitik, der Landwirtschafts- und der 
Umweltpolitik. Am besten schneidet noch die Wirtschaftspolitik der 
Regierung ab, aber auch hier ist die Zahl der Unzufriedenen um
7 Prozentpunkte auf 46 Prozent gestiegen.
Trotz der Unzufriedenheit in einzelnen Politikbereichen überwiegt 
insgesamt die Zufriedenheit mit der Regierung. Sie ist sogar leicht 
gestiegen auf 54 Prozent, bei der Umfrage vor zwei Jahren lag sie bei
52 Prozent. Dabei überwiegt die Zustimmung zur CDU: Mit ihrer Arbeit 
sind 51 Prozent zufrieden (plus 1 Prozentpunkt), mit der Arbeit des 
kleinen Koalitionspartners FDP nur 26 Prozent (minus 6 
Prozentpunkte).
Eine SPD-geführte Regierung wäre nur für eine Minderheit der 
Befragten eine Alternative. Nur 23 Prozent trauen den 
Sozialdemokraten zu, die Probleme besser als die amtierende Koalition
zu lösen. 59 Prozent, 8 Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren, 
glauben das nicht.
Populärster niedersächsischer Politiker ist mit weitem Abstand 
Ministerpräsident Christian Wulff. Ihn kennen 97 Prozent der 
Befragten. 77 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, 10 
Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren. Zweitbekanntester 
Landespolitiker ist SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner, dessen Name 
67 Prozent der Befragten ein Begriff ist. Mit seiner Arbeit sind 37 
Prozent zufrieden. 29 Prozent sind mit ihm aber unzufrieden, d. h., 
an Jüttner scheiden sich die Geister. Geringe Bekanntheit und noch 
geringere Zustimmung hat SPD-Landeschef Garrelt Duin. Ihn kennen nur 
25 Prozent der Befragten, 11 Prozent sind mit seiner Arbeit 
zufrieden, 13 unzufrieden.
Von den Kabinettsmitgliedern kommen Kultusministerin Elisabeth 
Heister-Neumann und Innenminister Uwe Schünemann auf die höchste 
Bekanntheit. Beide Namen sind 59 Prozent der Befragten ein Begriff. 
Während mit Schünemanns Arbeit die Mehrheit zufrieden ist (38 
Prozent), ist es bei Heister-Neumann umgekehrt: 32 Prozent der 
Befragten sind mit ihrer Arbeit unzufrieden, das ist die höchste 
Negativ-Bewertung aller Landespolitiker.
Wer soll künftig entscheiden, auf welche weiterführende Schule 
Kinder nach der vierten Klasse gehen? Darüber wird in der 
Landesregierung diskutiert. 32 Prozent der Niedersachsen wollen, dass
die Eltern diese Entscheidung fällen, 34 Prozent halten eine 
Aufnahmeprüfung für die richtige Entscheidungsgrundlage. Den Lehrern 
wird bei dieser Frage am wenigsten getraut, ihre Entscheidung wollen 
nur 17 Prozent als Maßstab haben.
Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest 
dimap vom 7. bis zum 11. Januar 2010 1000 zufällig ausgewählte 
Niedersachsen per Telefon. Die Fehlertoleranz beträgt 3,1 
Prozentpunkte (bei 50% Anteilswert, 1,4 Prozentpunkte bei 5% 
Anteilswert).
Die vollständige Umfrage wird im Internet um 18.00 Uhr 
veröffentlicht unter www.niedersachsen1930.de.
Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an das NDR Landesfunkhaus 
Niedersachsen, Thorsten Hapke, Tel.: 0511/9882430.
15. Januar 2010

Pressekontakt:

NDR Norddeutscher Rundfunk
NDR Presse und Information
Telefon: 040 / 4156 - 2304
Fax: 040 / 4156 - 2199
http://www.ndr.de

Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: NDR Norddeutscher Rundfunk
Weitere Storys: NDR Norddeutscher Rundfunk