Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

VKU: Umbau des Energiesystems darf nicht gestoppt werden
Rede auf Stadtwerkekongress in Dresden

Berlin/Dresden (ots) - Auf dem 10. ICG-Stadtwerkekongress in Dresden machte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Hans-Joachim Reck, deutlich, "dass es zu keinen Verzögerungen beim Umbau der deutschen Energieversorgung hin zu mehr dezentraler Stromerzeugung und zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie der erneuerbaren Energien kommen darf.". Mit Sorge betrachtet Reck die aktuelle Entwicklung und erste Hinweise, dass eine Laufzeitenverlängerung negative Auswirkungen auf den Ausbau erneuerbarer Energien und weiterer hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen haben könnte.

Hans-Joachim Reck appelliert daher in Dresden an die Bundesregierung, diese Bedenken in der Energiepolitik der Koalition zu berücksichtigen. "Zusätzliche Gewinne aus Laufzeitverlängerungen müssen abgeschöpft werden und den Stadtwerken einen Ausbau einer dezentralen und zukunftsfähigen Energieversorgung ermöglichen. Auch eine Zementierung des Oligopols im Erzeugungsmarkt darf es nicht geben."

Mit ihren KWK-Anlagen, dem Ausbau erneuerbarer Energien, aber auch im Bereich der Energieeffizienz und intelligenter Technologien bilden Stadtwerke ein dynamisches, lokales Marktgegengewicht zum Oligopol der privaten Konzerne. Zugleich könnten sie einen beachtlichen Beitrag zu den politischen Klimaschutzzielen leisten. "Man muss den Stadtwerken hierzu aber auch die Möglichkeiten geben und die Rahmenbedingungen von Seiten der Politik verlässlich gestalten. Es kann nicht sein, dass sich stetig die Szenarien ändern und dadurch auch bereits gefällte oder noch in Planung befindliche Investitionsentscheidungen überprüft werden müssen oder sogar hinfällig werden", so Reck. Die Stadtwerke bieten der Bundesregierung einen konstruktiven Dialog bei der Erarbeitung eines Energiekonzeptes 2010 an.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt 1.350 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser und Entsorgung. Mit über 220.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 72 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 56,9 Prozent in der Strom-, 52,1 Prozent in der Erdgas-, 75,5 Prozent in der Trinkwasser-, 50,3 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,2 Prozent in der Abwasserentsorgung.

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