Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

Zukunftskongress Stadtwerke in Karlsruhe

Karlsruhe (ots) -

VKU: Stadtwerke stehen für Versorgungssicherheit und Verlässlichkeit 

"Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stehen kommunale Unternehmen für Versorgungssicherheit und Daseinsvorsorge. Die kommunalen Unternehmen haben eine wichtige Funktion als Arbeitgeber und investieren alleine in Baden-Württemberg jährlich rund 900 Millionen Euro in die örtliche Infrastruktur", so der Hauptgeschäftsführer des Verband kommunaler Unternehmen (VKU) Hans-Joachim Reck. "Städte und Gemeinden erkennen daher immer stärker den Wert eigener Stadtwerke", so Reck in seiner Rede vor rund 300 Teilnehmer des Zukunftskongresses Stadtwerke, den die VKU-Landesgruppe Baden-Württemberg heute gemeinsam mit dem Städtetag Baden-Württemberg in der Stadthalle Karlsruhe veranstaltete.

Nach dem Auslaufen vieler Konzessionsverträge in den nächsten Jahren würden die Kommunen zunehmend darüber nachdenken, örtliche Leitungssysteme zu erwerben und die Energieversorgung selbst zu managen. Die strategische Zukunftsoption für Stadtwerke läge für Reck darin, flexibel und netzwerkorientiert Kooperationen einzugehen und sich auch im Erzeugungsbereich zu engagieren. Ivo Gönner, Präsident des Städtetags Baden-Württemberg und Oberbürgermeister von Ulm erteilte auf der gleichen Veranstaltung den "Privatisierungsaposteln" eine klare Absage: "Stadtwerke sind in erster Linie der lokalen Bevölkerung verpflichtet. Ganz im Gegensatz zu den großen Konzernen, die in erster Linie die Aktionäre bedienen."

Nicht nur in Baden-Württemberg dürfe es für im Wettbewerb stehende Stadtwerke keine Behinderung durch die Gemeindeordnung geben. "Die Entwicklung moderner Vertriebskanäle, wie Internet und Direktmarketing erlauben keine örtliche Begrenzung der Kundenbetreuung", sagte Reck. Deshalb sei das Örtlichkeitsprinzip in der Gemeindeordnung nicht mehr zeitgemäß und würde sogar - wie ein aktuelles Gutachten in NRW zeigt - gegen Europarecht verstoßen. Höchste Versorgungssicherheit, wie sie gerade von Stadtwerken garantiert werde, sei ein Standortvorteil in Europa, dessen ökonomischer Wert konkret zu beziffern sei: Jede ausgefallene Kilowattstunde verursache einen volkswirtschaftlichen Schaden von 8 bis 16 Euro. Deshalb sei es wichtig, dass durch die Praxis einer überzogenen Anreizregulierung Netzinvestitionen nicht gefährdet werden dürften.

"Zur verantwortlichen Daseinsvorsorge der Stadtwerke gehören seit vielen Jahren auch die erfolgreichen lokalen Klima- und Umweltschutzprojekte. Wir kommunale Unternehmen haben hier bewusst eine tragende Rolle übernommen. Ein Themenbereich, den unsere Kunden aktiv annehmen und durch ihre Beteiligung honorieren. Das war in Karlsruhe in 10 Jahren ein Engagement von mehr als 10 Mio. Euro!", so Harald Rosemann, Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe.

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