Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM)

Factoring im Mittelstand: Nach Rückgang wieder auf Kurs

Hahnstätten (ots) - Die mittelständische Factoringbranche konnte im Krisenjahr 2009 ihr Wachstum nicht fortsetzen. Während die Zahl der Neukunden um 7,4 Prozent stieg, ging das Ankaufvolumen aus kleinen und mittleren Unternehmen um 5,7 Prozent zurück. Das meldet der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand. "Das Bestandsgeschäft war 2009 durch erhebliche konjunkturbedingte Rückgänge bei unseren Kunden geprägt. Wir konnten die negative Entwicklung aber durch Neugeschäft weitgehend auffangen", erklärt Volker Ernst, Vorstandsvorsitzender des BFM. "2010 rechnen wir mit zweistelligen Zuwachsraten. Die Ergebnisse unserer Verbandserhebung zeigen, wie stark vor allem bei KMU die Nachfrage nach alternativen Finanzierungsmodellen wächst", so Ernst. Im BFM sind mittelständische Factoringunternehmen organisiert, die KMU durch den laufenden Ankauf von Forderungen eine bankenunabhängige Umsatzfinanzierung liefern. 2009 betrug das Ankaufvolumen, bereinigt von Sondereffekten, rund 2,27 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,41 Mrd. Euro). Die Zahl der Neukunden stieg von 3.800 auf 4.080.

Verbesserte Bilanzstruktur: Vorteil auch bei neuem BilMoG

Mehr als 44 Prozent der deutschen Unternehmen berichten laut ifo-Institut von Schwierigkeiten, Fremdkapital zu erhalten. Ein weiteres Problem infolge der Wirtschaftskrise sind die hohen Ausfallrisiken. Factoring bietet gerade KMU ein Instrument, das neue finanzielle Spielräume schafft und unabhängiger vom Zahlungsverhalten der Kunden macht. Das komplette Ausfallrisiko geht an den Factor über, daher benötigt der Forderungsverkäufer keine Kreditversicherung. Der wichtigste Vorteil: "Wer Factoring nutzt, gewinnt sofortige Liquidität - ein Großteil des Forderungsbetrags wird innerhalb von 24 Stunden ausgezahlt - und erhöht damit die Eigenkapitalquote seines Unternehmens. So verbessert sich das Bilanzrating, was wiederum zu günstigeren Kreditkonditionen bei der Hausbank führt", erklärt der BFM-Vorstand. Auch mit Blick auf das neue Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) rechnen sich die bilanziellen Effekte des Forderungsverkaufs. Der Hintergrund: Häufig werden ausgewiesene Pensionsverpflichtungen durch die im Umlaufvermögen gebundene Liquidität überkompensiert und können durch den Einsatz von Factoring aus eigenen Mitteln dauerhaft und kostengünstig ausfinanziert werden.

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