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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Neuer Skandal in der Bundeswehr Entgleisungen Dirk-Ulrich Brüggemann

Bielefeld (ots) - Die Bundeswehr kommt nicht zur Ruhe: Jetzt sorgt die sagenumwobene Elite-Truppe Kommando Spezialkräfte für den nächsten Skandal. Bei der Verabschiedung eines Kompaniechefs der kampferprobten Spezialisten soll es bizarre Spiele und rechtsradikale Vorfälle gegeben haben. Sogar eine Freundin eines beteiligten Soldaten soll für den scheidenden Offizier als "Hauptpreis" für gemeinsame Rotlicht-Spielchen im Zelt in der Nähe von Stuttgart ausgelobt worden sein. Die Ermittlungen in der Truppe werden zeigen, was wirklich passiert ist. Sollten sich die Entgleisungen auch nur teilweise bewahrheiten, werden die beteiligten sogenannten Elitesoldaten wohl ihren Rock ausziehen müssen. Für immer, und das ist auch richtig so. Erschreckend, dass nach den rechtsextremistischen Vorfällen um Oberleutnant Franco A. einige Soldaten immer noch nicht gelernt haben, dass der Nazigruß in der Truppe wirklich nichts verloren hat. Dass zur gleichen Zeit die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Hamburg mit der Aufarbeitung der Tradition in der Bundeswehr begonnen hat, ist löblich. Die Truppe muss sich deutlich von der Wehrmacht distanzieren. Die dreihundert Workshop-Teilnehmer aus den Streitkräften müssen den schwierigen Prozess über eine Neuformulierung des 1982 ergangenen Traditionserlasses anstoßen. Das ist keine leichte Aufgabe und in wenigen Wochen nicht bewältigt.

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