Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): Sanierung der Uni Bielefeld stockt Bau-Desaster wie in Berlin Carsten Heil

Bielefeld (ots) - Die Sanierung der Bielefelder Uni ist eine komplexe Mammut-Aufgabe. Zumal die Arbeiten während des laufenden Betriebes laufen sollen. Wer fast eine Milliarde Euro investiert, muss gut planen, organisieren und nachdenken bevor er loslegt. Das aber - so drängt sich der Verdacht auf - ist nicht die Stärke des landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB). Zu lang ist die Liste des Versagens dieser Institution, als dass sie noch einen Funken Vertrauen verdiente. Finanzamt, Landgericht, Neubau der Fachhochschule: Nichts läuft unter ihrer Verantwortung nach Plan oder innerhalb des Kostenrahmens. Deshalb hätte das Großvorhaben Uni gar nicht erst in die Hände der Bielefelder BLB-Verantwortlichen gelegt werden dürfen. Die gefallen sich mit Ausreden drüber, warum sich der Bau um zehn Jahre verzögern wird. Man wusste zuvor, dass die Uni in den 70er Jahre erbaut wurde und damals belastete Stoffe verwendet wurden. Das kann nicht als Ausrede dienen für die Missplanung. Auch dass nicht alle Pläne stimmen, kommt bei Großprojekten vor. Nun wird die Uni-Sanierung zu einem Bau-Desaster, das an den Berliner Flughafen erinnert. Zum Schaden für die Studenten, Mitarbeiter und das Image der in den vergangenen Jahren wissenschaftlich und technologisch durchgestarteten Hochschule. Unverständlich ist es deshalb, warum sich Uni-Leitung und Stadtverantwortliche so wachsweich zum Unvermögen des BLB äußern. Von "Störgefühlen" spricht der Uni-Kanzler. Eine schonungslose Bilanz ist gefragt.

Pressekontakt:

Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Westfälische (Bielefeld)

Das könnte Sie auch interessieren: