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Neue Westfälische (Bielefeld): Bahn will Zugbegleiter mit Pfefferspray ausstatten Mehr Personal sorgt für mehr Sicherheit Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld (ots) - Jeder, der regelmäßig in einem Regionalexpress der Deutschen Bahn unterwegs ist, weiß, wie gefährlich der Job von Zugbegleitern und Sicherheitskräften ist. In den fahrenden Sammelbecken für unerfreuliche Phänomene aller Art trifft man auf Fahrgäste, die das Mehrzweckabteil als Toilette, Sitzplätze als Schlafplatz oder Abteile als Bar zweckentfremden. Dabei zählen verbale Totalausfälle unzufriedener Kunden zum harmlosen Alltag. Wem eine Fahrscheinkontrolle, eine Verspätung oder Zurechtweisung nicht passt, der schimpft nicht nur, sondern spuckt oder schubst. Wenn der Zugbegleiter dann immer noch nicht geht, fliegen ihm zuweilen Taschen, Fäuste oder Heißgetränke ins Gesicht. Die Bahn registriert sogar Messerattacken und andere lebensbedrohliche Angriffe. Es ist also zwingend notwendig, dass die Bahn ihre Mitarbeiter besser schützt. Insbesondere, weil die Bundespolizei nur noch in Minimalbesetzung in Bahnhöfen unterwegs ist. Fraglich ist jedoch, ob Bahnmitarbeiter sicherer sind, wenn sie Pfefferspray oder Schlagstock dabei haben. Beide Arten der Selbstverteidigung können für Nutzer und Unbeteiligte aber zur Gefahr werden. Deshalb sind der Ausbau der Videoüberwachung und die Personalaufstockung der bessere Weg, damit vor allem Zugbegleiter nicht mehr allein in einem Regionalexpress mit Hunderten Reisenden unterwegs sein müssen und so leicht zu Opfern von Aggressoren werden. carolin.

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