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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar NRW fehlen 200.000 Wohnungen für Flüchtlinge Leerstände nutzen Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld (ots) - Das Bauministerium geht davon aus, dass es in NRW mehr als 160.000 leerstehende Wohnungen gibt. Wovon allerdings nur die Hälfte für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden kann, weil Eigentümer kein Interesse an einer Vermietung haben oder die Qualität der Wohnungen zu schlecht ist. Trotz dieser hohen Zahl an Leerständen sollen möglichst schnell 120.000 neue Wohnungen gebaut werden. Erfahrungen aus den 1950er- und 1960er-Jahren zeigen jedoch, dass überstürzt geplante Wohnungsbauoffensiven die Integration von Zuwanderern erschwert. Statt leerstehende Wohnungen in bereits vorhandenen Siedlungen für eine dezentrale Unterbringung zu nutzen oder dort neue Wohnungen zu bauen, wurden Flüchtlinge in neugebauten Siedlungen zentral untergebracht, die heute vielerorts als soziale Brennpunkte bekannt sind. Fehler wie diese muss die Landesregierung unbedingt vermeiden, wenn sie nicht weitere soziale Brennpunkte schaffen will. Möglich ist das mit einer Plattform, die es bundesweit Wohnungseigentümern ermöglicht, Leerstände schnell und unkompliziert online anzubieten. Auch die staatliche Förderung von Vermietern, die leerstehende Wohnungen an Flüchtlinge vermieten, muss weiter vorangetrieben werden.

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