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Neue Westfälische (Bielefeld): Friedensnobelpreis Ermutigung für Tunesien Ralph Schulze

Bielefeld (ots) - Es war eine Überraschung für Tunesien. Jenes Geburtsland des arabischen Frühlings auf der anderen Seite des Mittelmeers an der nordafrikanischen Küste. Dort hatte niemand vom Friedensnobelpreis zu träumen gewagt. Entsprechend war der Jubel unter den elf Millionen Einwohnern, dass die Dialogkräfte in ihrem Land, in dem Demokratie und Menschenrechte eine Chance bekamen, ausgezeichnet wurden. Ganz Tunesien kann sich für die demokratischen Verdienste an die Brust klopfen: Denn der Preis geht an jene tunesischen Organisationen, welche sich unter dem Namen "Tunesisches Quartett für den nationalen Dialog" zusammenschlossen und weite Teile der Gesellschaft repräsentieren. Und diese entscheidend voran brachten: Gewerkschafts- und Arbeitgeberverbände, die Menschenrechtsliga sowie die Anwaltskammer. Bei allem Jubel sollte aber nicht vergessen werden, dass die Demokratie noch ein ziemlich zartes Gewächs ist. Die Terrororganisation IS hat Tunesien den Krieg erklärt. Wenn es nicht gelingt, die von Libyen über die Grenze kommenden IS-Terrormilizen zurückzuschlagen, könnte sich der arabische Frühling in Tunesien doch noch in einen arabischen Winter verwandeln.

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