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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Handwerk setzt in Zukunft verstärkt auf Flüchtlinge Zukunft braucht Arbeit MATTHIAS BUNGEROTH

Bielefeld (ots) - Die Botschaft, die man in diesen Tagen aus fast allen Branchen der deutschen Wirtschaft vernimmt, ist eindeutig: Angesichts der demografischen Entwicklung ist der enorme Bedarf an Fachkräften mittelfristig nur noch dann zu decken, wenn man die Integration von Zuwanderern ernsthaft prüft und Voraussetzungen dafür schafft, diese auch in die Praxis umzusetzen. Deshalb ist der Vorstoß von Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des deutschen Handwerks, das deutsche Handwerk sei bereit dazu, auch Flüchtlinge auszubilden, durchaus als eine Art Weckruf an die Politik zu verstehen. Denn sein Vorstoß ist nicht neu, verhallte anfangs des Jahres aber fast ungehört. Mittlerweile hat auch die Bundesanstalt für Arbeit den Ernst der Lage erkannt und stellt die berufliche Förderung von Flüchtlingen mit einem Programm von rund 50 Millionen Euro organisatorisch auf ein strukturiertes Fundament. Ähnlich macht es das Landesarbeitsministerium, das 1,7 Millionen Euro in Basissprachkurse für Flüchtlinge investiert. Mag man auch streiten, ob all das ausreicht, um die enormen Anforderungen an die Situation mit ständig steigenden Flüchtlingszahlen auf der Ebene der beruflichen Qualifikation in den Griff zu bekommen: Eine ruhige, seriöse Debatte ist im Gang. Das ist wichtig, um extremen Strömungen den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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