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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Glücksspiel Das kann so schwer nicht sein Stefan schelp

Bielefeld (ots) - Die Gesetzgeber erleiden gerade ein weiteres Mal Schiffbruch beim Versuch, den Glücksspielmarkt in Deutschland zu regulieren. Puristen mögen vielleicht sagen, alles, was das Glücksspiel ausbremst, ist gut. Und seien es auch schlecht formulierte Gesetze, die die Vergabe von Konzessionen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag hinauszögern. Ihnen kann auch egal sein, dass Unternehmen Umsätze entgehen und dem Staat Steuereinnahmen. Der Haken bei der Geschichte ist allerdings, dass durch das Ausbremsen der Unternehmen keineswegs der Spieltrieb ausgebremst wird. Wer es darauf anlegt, um Geld zu zocken, den kümmert es vermutlich herzlich wenig, ob der Anbieter im Internet eine staatliche Konzession hat oder nicht. Möglicherweise sitzt der Spieler einem Betrüger auf, der mit gezinkten Karten spielt, der Spiele manipuliert, Gewinnquoten so zurechtbiegt, wie es für ihn günstig ist. Rund 90 Prozent der Online-Wetten, schätzen Experten, werden derzeit auf dem grauen Markt abgewickelt. Und diese Zahl kann nun wirklich niemandem gefallen. Die Verantwortlichen sollten also der Binnenmarkt-Kommissarin Elzbieta Bienkowska danken und sich ans Werk machen. Am Ende sollte ein Gesetz stehen, das vor deutschen Gerichten und vor der EU Bestand hat. Das kann doch so schwer nicht sein. Wetten, dass es trotzdem eine halbe Ewigkeit dauert?

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