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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Umwelt-Enzyklika Der Papst und die Mächtigen Julius Müller-Meiningen, Rom

Bielefeld (ots) - Der Vatikan-Journalist, der für die Vorabveröffentlichung eines Entwurfs der Umwelt-Enzyklika verantwortlich gemacht wird, ist ein bekannter Kritiker von Papst Franziskus. Von Sabotage gegen den Papst kann allerdings keine Rede sein. Das Interesse der Weltöffentlichkeit an den Gedanken des Papstes zu Umweltzerstörung und Klimawandel ist groß, das Interesse des Vatikans an der Einhaltung des Veröffentlichungstermins kann dies nicht aufwiegen. Die Wirtschaftskritik, der klassenkämpferische Ton, die eindeutige Stellungnahme des Papstes für Umweltschutz, eine "ökologische Umkehr" und das Eintreten für kritischen Konsum werden für Diskussionen sorgen. Es gibt nicht viele Beispiele, wo sich ein religiöser Führer so mit den Mächtigen anlegt. Insbesondere in den USA wird die Umwelt-Enzyklika gegensätzliche Meinungen hervorrufen. Denn Franziskus benennt die Hauptverursacher der Umweltzerstörung. Für ihn sind vor allem am Gewinnstreben orientierte Konzerne und eine untertänige Politik schuld an der Misere. Interessant ist, wie sich nun die US-Rechte positionieren wird. Viele ihrer Vertreter sind streng katholisch und werden nun von ihrem Papst in die Enge getrieben.

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