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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Kritik des Datenschutzbeauftragten in NRW an Fitness-Apps Bewusstsein für die Risiken FLORIAN PFITZNER, DÜSSELDORF

Bielefeld (ots) - Wer regelmäßig in sozialen Netzwerken herumschwirrt und seine Kontaktbestätigungen eher liberal handhabt, sieht sich mit einem Mitteilungsbedürfnis mancher "Freunde" konfrontiert, das mit einiger Penetranz die Tiefen des jeweiligen Privatlebens offenbart: der Vater zum Beispiel, der in seinem Profil fern aller Zugangsbeschränkungen Bilder des Sohnes veröffentlicht - mutmaßlich vor lauter Stolz über dessen erste Versuche auf dem Dreirad. Fitness-Applikationen auf Mobiltelefonen zählen ebenfalls seit einiger Zeit zum Repertoire derjenigen, die etwa in Facebook einen integralen Bestandteil ihres Lebens sehen. Womöglich auf der Suche nach Anerkennung (was sonst?) rufen Menschen, denen man es eigentlich kaum zugetraut hätte, inzwischen netzwerkübergreifend in die Welt, was sie da wieder für einen fantastischen Lauf hingelegt haben. Man kann das je nach Einstellung irgendwie lässig und zeitgemäß finden - oder einfach nur peinlich (zumal sich die sportlichen Leistungen manchmal in Grenzen halten). Jedenfalls ist der Hinweis von Datenschützern auf die Risiken des Online-Exhibitionismus angebracht. Es ist ebenso falsch, nützliche Dienste zu verteufeln, wie sinnvoll, die Technik angemessen einzusetzen. Angesichts des Werts persönlicher Informationen für kommerzielle Interessen sollte man jedoch ein scharfes Bewusstsein entwickeln.

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