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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Chaos in der AfD Krachend gescheitert Alexandra Jacobson, Berlin

Bielefeld (ots) - In einer Hinsicht ist die Alternative für Deutschland (AfD) einsame Spitze: im Pöbeln und Diffamieren. Wie führende Parteimitglieder dort übereinander herfallen, um Rücktritte zu erzwingen, sucht in der Parteienlandschaft seinesgleichen. Dabei geht es um eine grundsätzliche Richtungsentscheidung. Ist die AfD vor allem eine Vereinigung von neoliberalen Eurokritikern, wofür Parteichef Bernd Lucke steht, oder handelt es sich im Kern um eine rechtsradikale Gruppierung, die gegen Ausländer und Flüchtlinge zu Felde zieht und Ressentiments schürt? Diese zweite Spielart der AfD wird keineswegs nur im Osten der Republik gepflegt, aber dort geht es deftiger zu als woanders: Der thüringische AfD-Chef Bernd Höcke will die rechtsextreme NPD hoffähig machen. Der Zeitpunkt ist atemberaubend. Gerade erst hat sich die Jugendorganisation der NPD daran beteiligt, in Weimar eine 1.-Mai-Kundgebung des DGB zu überfallen. Kann man eine Partei wie die AfD noch ernst nehmen? Lucke ist jedenfalls krachend gescheitert. Sein Konzept der wirtschaftlich orientierten Anti-Euro-Partei haben ihm andere aus der Hand geschlagen.

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