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Neue Westfälische (Bielefeld): Deutsche verbrauchen zu viele Ressourcen Neue Nachdenklichkeit gefragt MATTHIAS BUNGEROTH

Bielefeld (ots) - Die Industrienationen betreiben Raubbau an der Natur, zulasten unseres Planeten und der rund 7,2 Milliarden Menschen, die auf ihm leben. Diese Feststellung des World Wildlife Fund (WWF) ist vom Grundsatz her nicht neu, doch sie ist Mahnung genug für jeden, eine neue Nachdenklichkeit an den Tag zu legen. Die Nachdenklichkeit könnte anfangen beim Umfang des täglichen Fleischkonsums. Denn die Fleischproduktion, warnt der WWF, hängt zu großen Teilen von der auf ein gigantisches Maß angewachsenen Sojabohnenproduktion in Südamerika ab; diese zerstört aber große Teile des Regenwaldes dort - mit verheerenden Auswirkungen auf Flora, Fauna und Klima. Die Nachdenklichkeit könnte sich fortsetzen bei der Benutzung von Plastiktüten beim Einkauf oder dem Konsum von Mineralwasser in PET-Flaschen. Ein großer Teil hiervon landet in den Weltmeeren und bedroht dort die Wasserqualität und die Tierwelt. 100 bis 150 Millionen Tonnen solcher Abfälle haben sich auf diese Weise laut Umweltbundesamt in den Weltmeeren angesammelt. Die Nachdenklichkeit könnte weitergehen bei der Versiegelung der Landschaft durch den Bau von Straßen oder Häusern. Laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW ist bereits ein Fünftel der Landesfläche versiegelt. Egal, wo wir anfangen, entscheidend ist: Fangen wir jetzt an.

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