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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Drohnen für die Bundeswehr Ohne Waffen Dirk Müller

Bielefeld (ots) - Es ist erschreckend, mit welcher kalten Selbstverständlichkeit deutsche Politiker inzwischen Gefechtsbedingungen von Bundeswehrsoldaten diskutieren, wie technokratisch Anforderungszeiten von Artilleriebeschuss und Jagdbombereinsätzen an- und ausgeführt werden. Die Expertenanhörung zur Frage, ob Deutschland künftig eigene Aufklärungs- oder Kampfdrohnen für die Bundeswehr bekommen soll, bot drastische Anschauung. Aber wen wundert's, wenn selbst der bundespräsidiale Expastor Gauck die Übernahme deutscher Verantwortung für das Weltgeschehen anmahnt - und damit Kriegseinsätze der Bundeswehr bei Bedarf in allen Teilen dieser Welt meint? Über die Große Koalition hinaus hat sich ein sogenanntes realpolitisches Parteienbündnis dazu entschlossen, den Kriegsfall zum Normalfall zu erklären. Dabei bestünde Deutschlands Verantwortung in der Welt zuallererst darin, daran zu erinnern, wohin Militarisierung, Rüstung und Rüstungsexport führen, Ursachen von Konflikten unideologisch auf den Grund zu gehen und Ins-trumente und Institutionen der nichtmilitärischen Konfliktbewältigung zu stärken. Frieden schaffen ohne Waffen. Exotisch, nicht wahr? Aber jeden Versuch wert.

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