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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Feiern in der Normandie Sie reden miteinander BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots) - Vor 70 Jahren brachte der D-Day die Wende. Elf Monate nach der Invasion der Normandie war die Niederlage Nazi-Deutschlands besiegelt. Kein Wunder, dass alle Welt gespannt auf die Feierlichkeiten an den alliierten Landungsstränden schaut. Bringt das Treffen der Staats- und Regierungschefs die Wende im Konflikt um die Ukraine? Nichts Genaues weiß man nicht. Immerhin haben sie miteinander geredet. Barack Obama sprach mit Wladimir Putin, wenn auch informell. Ob sie sich dabei die Hand gaben, wird behandelt wie ein Staatsgeheimnis. Dafür wissen wir, dass der Brite David Cameron dem Russen einen Handschlag verweigerte; aber auch sie redeten. Angela Merkel sind Kinkerlitzchen fremd. Sie gab Putin natürlich die Hand, dafür sprach ihr Gesichtsausdruck Bände. Dafür brachte die Deutsche, die trotz tiefer Ablehnung des politischen Treibens Russlands noch immer die stabilsten Kontakte zum Kreml hat, Putin und den neuen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zusammen. Beide wiederum gaben sich die Hand und schauten sich sogar in die Augen. Ob Putin ihn als legitimen Präsidenten anerkennt oder weiterhin lediglich respektiert, bleibt offen. In den nächsten Monaten wird die Erfahrung wachsen, dass von dem Konflikt keiner profitiert. Spätestens dann wird man sich wieder die Hand reichen.

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