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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Syrische Flüchtlingskatastrophe Verrat an der Menschlichkeit Hanna Irabi

Bielefeld (ots) - Es ist eine Katastrophe sondergleichen: Mit über neun Millionen Vertriebenen führt Syrien die Liste der Länder an, aus und in denen Menschen gewaltsam vertrieben werden. Mittlerweile befinden sich über 40 Prozent der Bevölkerung auf der Flucht, mindestens die Hälfte davon Kinder. Während der Libanon, Jordanien und die Türkei Millionen Flüchtlingen Zuflucht gewähren, so dass vielerorts Medikamente und Wasser knapp werden, spielt die Europäische Union keine rühmliche Rolle. Gerade mal vier Prozent aller syrischen Flüchtlinge haben laut UNHCR bisher Zuflucht in Europa gefunden. Weder möch-te man in den Konflikt eingreifen und zu seinem Ende beitragen noch die heimatlosen Männer, Frauen und Kinder aufnehmen. Antonio Guterres, UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, bezeichnete Syrien als "größte Katastrophe", die er gesehen habe. Und tatsächlich: Wie man es auch dreht, es deutet sich keine Lösung an. Sicher, die EU kann nicht überall Weltpolizei spielen. Aber die Situation in Syrien ist so verheerend, dass die europäische Passivität zum Verrat an der Menschlichkeit gerät. Deutschland hat die Kapazitäten, mehr Menschen aufzunehmen. Jetzt ist die Zeit, um zu handeln.

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