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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Studie der Bertelsmann Stiftung Domino-Effekt Hanna Irabi

Bielefeld (ots) - Ungeachtet aller Nuancen: Das Erkenntnis der Bertelsmann Stiftung zum wachsenden Zusammenhalt der Deutschen mit ihren Mitbürgern ist höchst erfreulich. Trotz aller Debatten über arm oder reich, homo oder hetero, schwarz oder weiß - offensichtlich können sich die Landsleute immer besser riechen. Dass ein sanfter Ruck nach dem anderen durch Deutschland geht, es sich sukzessive hin zu einer vielfältigeren, toleranteren Gesellschaft bewegt, war in den vergangenen Monaten häufig spürbar. Nicht zuletzt die Debatten um Homosexualität im Profi-Sport und das Wohlwollen gegenüber der Dragqueen Conchita Wurst zeigen, dass ein Umdenken stattfindet. Aber dieses Umdenken hat mit finanzieller Absicherung zu tun. Denn erst wenn die Grundbedürfnisse erfüllt sind, hat der Mensch Kapazitäten für die Belange anderer. Das zeigt einmal mehr auf eindrückliche Weise, dass gesellschaftliche Ungleichheit einen Domino-Effekt hat. Wer in Wohlstand lebt, ist - das haben zahlreiche Studien bewiesen - seltener chronisch krank und lebt länger. Dass er seinen Mitmenschen auch mehr vertraut und aus diesem Sicherheitsgefühl heraus eher in der Lage ist, andere Lebensentwürfe zu tolerieren, ist in dieser Breite und Präzision zuvor nicht erforscht worden. Bildung ist in diesem Zusammenhang als Schlüsselinstrument zu sehen - eine deutliche Botschaft an die Politik.

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