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Neue Westfälische (Bielefeld): Deutscher Austauschschüler erschossen Tödliches Recht auf Notwehr HAnna Irabi

Bielefeld (ots) - Was klingt wie die Handlung eines perfiden Horrorfilms, ist traurige Realität: Ein 29-jähriger Amerikaner, der in jüngerer Vergangenheit häufig Opfer von Einbrüchen wurde, entschied sich zur Eigenjustiz. Er bastelte eine Falle in seiner Garage, und als ein 17-jähriger Austauschschüler aus Deutschland hineintappte, erschoss er ihn mit mehreren Schüssen. In den USA ist es erlaubt, Haus und Heim zu verteidigen, wenn man sich ernsthaft bedroht fühlt. Ein Gericht muss nun klären, ob der Schütze sich bedroht fühlen konnte, bevor er die tödlichen Schüsse abgab. Für den 17-Jährigen, der sich laut Aussage eines Freundes nur etwas zu trinken aus der Garage holen wollte, ändert das nichts. Mal wieder ist das laxe amerikanische Waffenrecht damit zum Sargnagel für ein Menschenleben geworden. Vielleicht wird Präsident Obama einen weiteren dringlichen Appell an die Bevölkerung richten und fordern, die Gesetzgebung zu verschärfen. Zuletzt forderte er 2013 nach der Schießerei im Navy Yard mit 13 Toten ein Umdenken beim Waffenrecht. Der Grund, dass die USA häufiger zum Verbrechensschauplatz würden, liege in der leichteren Verfügbarkeit von Schusswaffen, mahnte Obama. Er scheiterte im Kongress. Zu tief verankert ist das Recht auf Waffenbesitz im Bewusstsein der Amerikaner. Ändern wird daran auch der Tod des Schülers nichts.

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