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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Linssen tritt ab Notwendiger Schritt Alexandra jacobson, Berlin

Bielefeld (ots) - Angela Merkel und die gesamte CDU können aufatmen. Helmut Linssen wird vom Amt des CDU-Bundesschatzmeisters zurücktreten. Der Schritt war notwendig. Einen Tag zuvor hatte Linssen noch den Eindruck erweckt, die Sache durchstehen zu wollen. Der Ex-NRW-Finanzminister flüchtete sich in wortreiche Erklärungen und beschwor familiäre Zwänge, um eine Tatsache zu verschleiern, die an sich ganz schlicht ist. Mit einem Koffer voller Bargeld hat sich der CDU-Mann Anfang 1997 auf den Weg gemacht, um bei einer Luxemburger Bank 829.333 D-Mark zu deponieren - am deutschen Fiskus vorbei. Das Geld landete mit Hilfe der Luxemburger Bank erst auf den Bahamas und dann in Panama. Also in bekannten Steueroasen, wo kein Politiker, sei er nun in der CDU oder der SPD, auch nur einen einzigen Cent gebunkert haben sollte. In diesem Fall drängten sich die Erinnerungen an die schwarzen Parteispendenkassen der CDU geradezu auf. Da ging es auch um Koffer mit Geld, die auf heimlichen Wegen in Steuerparadiese gelangten. Schon um alle gedanklichen Assoziationen im Keim zu ersticken, musste Linssen gehen. Er wird nicht der letzte Politiker sein, der wegen Steuersünden seinen Hut nehmen muss. In Berlin hat es SPD-Staatssekretär André Schmitz getroffen. Es sind nur Einzelfälle, doch in der Wirkung sind sie trotzdem verheerend.

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