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Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Arminia Bielefeld steigt auf Vorbildlich THOMAS SEIM

Bielefeld (ots)

So macht man Erfolg: Ein Motivator, auf das Ziel fixiert, mit einer ruhigen, starken Hand fürs Team, konzentriert auf den Aufstieg und nicht auf die Hindernisse. Arminia-Trainer Stefan Krämer hat das fertiggebracht. Ein Trainer, der aus der zweiten Reihe kam und sich in die erste Reihe der Aufstiegshelden manövriert hat - geliebt von den Spielern, die nicht aufhören, Loblieder auf ihn zu singen, gefeiert von Fans, die ihm zu Füßen liegen, respektiert von den Verantwortlichen des Vereins, die aus dem Hintergrund führen. So garantiert man Erfolg: Gerhard Weber, Unternehmer der Region, begeistert sich für Arminia, lässt sich in die Verantwortung nehmen, organisiert das Notwendige. Geld natürlich. Vor allem aber: Mit Gerhard Weber kehrt straffe Führung und große Ruhe ein in den noch vor wenigen Monaten auf den letzten Tabellenplätzen herumkrebsenden Verein. Keine Intrigen mehr, die öffentlich ausgetragen werden, kein Streit, der bekannt wird, kein Skandal, der die Konzentration vom Wesentlichen ablenkt. Gerhard Weber - das weiß man - würde nichts davon auch nur eine Sekunde lang dulden. Das hilft. Auch bei Arminia. Es ist Unternehmern wie Gerhard Weber und - auch er wirkte segensreich im Hintergrund - August Oetker zu verdanken, dass Arminia sich wieder als stolzer Verein erkennt, wenn sie in den Spiegel schaut. So organisiert man Erfolg: Ein Vereinspräsident Jörg Zillies, der mit seinem Geschäftsführer Marcus Uhlig und dem sportlichen Leiter Samir Arabi die Niederungen des Alltagsgeschäfts so still und vor allem erfolgreich organisiert, dass Mannschaft und Trainer sich auf das Wesentliche konzentrieren können. Motivation, Verantwortung, Konzentration - von diesem Führungskonzept kann man viel lernen. In der Politik wie in der Wirtschaft. In ganz Ostwestfalen-Lippe. Arminia hat hier mit Mannschaft und Management Vorbildliches geleistet in der vergehenden Saison. Darauf lässt sich bauen. Es werden jetzt auch viele schwierige Wochen kommen, in denen man mit Niederlagen, Verletzungen und Querschlägern fertig werden muss. Die erste Herausforderung wird darin bestehen, Tausenden begeisterten Fans den Realismus für das zunächst bescheiden klingende Ziel des Klassenerhalts zu vermitteln. Die zweite lauert in der nötigen Verstärkung der Arminia für die zweite Liga: Da werden auch Helden vom Samstag plötzlich für neue Köpfe weichen müssen. Es wird viele weitere solcher Herausforderungen an Geduld und Leistungsfähigkeit von Management und Mannschaft geben. Entscheidend bleibt, ob die Erfahrung des Erfolgs verbunden werden kann mit den Erkenntnissen, die man auf dem Weg dahin gewonnen hat: Es braucht Konzentration, Härte, Demut - und Geld. Ja auch das: Die Menschen und Unternehmen der Region müssen sich bekennen zu diesem Verein. Man darf hoffen, dass sie es auch tun. Wenn diese gemeinsame Anstrengung gelingt, dann muss uns nicht bange sein um Arminia. In keiner Liga.

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