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Neue Westfälische (Bielefeld): Schmidt erhält Preis des Westfälischen Friedens Respekt vor der Geschichte FLORIAN PFITZNER, MÜNSTER

Bielefeld (ots)

Mit seiner These hat Helmut Schmidt die Deutschen an einen Umstand erinnert, von dem sich mancher schon verabschieden wollte. Deutschland steht in der Schuld seiner Nachbarn. In seiner Dankesrede für den Preis des Westfälischen Friedens wies der Altkanzler zu Recht auf die Tatsache hin, dass alle Versuche, in Europa eine starke Zentralmacht zu errichten, gescheitert sind. Schmidt bleibt sich treu, als Mahner und Moralist, als intervenierender Intellektueller und altersweiser Analytiker. Und er wird nicht müde, seinen Landsleuten ins Gewissen zu reden. Dank ihm dringt die Erkenntnis ins kollektive Gedächtnis, dass die Deutschen ihre wirtschaftliche Potenz, auf der ihr Status in Europa basiert, nicht allein ihren wertorientierten Manieren verdanken, sondern zuvorderst dem europäischen Integrationsprozess und historischen Weichen wie dem Marshallplan. Es braucht die Widerrede dieses Mannes, um die Geschichte anzuerkennen. Zumal in einer Phase, da rund um kontinentale Gipfel zur Staatsschuldenkrise verlässlich von "Pleite-Griechen" zu hören ist; in Zeiten, da Politikern deutscher Regierungsparteien vorschwebt, an anderen Mitgliedsstaaten der EU ein Exempel zu statuieren. In dieser entscheidenden Epoche Europas sind Schmidts Worte wertvoller denn je.

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