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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar zum Thema Verzögerung bei A 33-Weiterbau Mensch und Tier BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots) - Zuerst war es der Kammmolch, der den Lückenschluss der A 33 über Jahre verzögerte. Kaum hatten die Planer die Trasse für ihn aufgeständert, war der Kammmolch unbekannt verzogen. Jetzt sind 31 Bechsteinfledermäuse just in dem Moment zugeflogen, da der letzte, 135 Millionen Euro teure Streckenabschnitt der A 33 zur Planfeststellung ansteht. Das ist ärgerlich, denn weitere Verzögerungen des Baubeginns sind unvermeidbar. Um die Planfeststellung gerichtsfest zu machen, ist ein Nachweis des Schutzes der Art notwendig. In den Wintermonaten lässt sich allerdings wenig über die möglichen Ausfluggebiete der Tiere sagen, da sie in Schockstarre verharren. Je länger der Winter anhält, desto größer kann die Verzögerung ausfallen, bis Biologen verlässliche Aussagen über notwendige Schutzmaßnahmen treffen können. Die aber fordern die Verwaltungsgerichte. Weder die Planfeststellung der A 33 am Tatenhauser Forst noch die Nordumgehung der A 30 in Bad Oeynhausen wäre ohne den Nachweis des Artenschutzes vor Gericht durchgegangen. Man mag sich wundern über die Aufregung um Kammmolch und Fledermaus. Doch ihr Schutz ist gesetzlich geboten. Zudem gehört der Artenschutz zu den kulturellen Errungenschaften unserer Zivilisation. Wie weit aber darf der Schutz dieser Spezies die Befindlichkeit der Menschen beeinträchtigen, die seit Jahrzehnten an dem Lärm und Gestank des Verkehrs auf der B 68 leiden?

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