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Neue Westfälische (Bielefeld): NRW-Schulpolitik Krieg und Frieden BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots) - Nein, so blauäugig sind Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann nicht, dass sie geglaubt hätten, sie könnten für Schulfrieden in NRW sorgen. Tiefer denn je sind die Gräben zwischen den politischen Lagern im Landtag, seit die rot-grüne Landesregierung die Gemeinschaftsschule als Schulversuch zugelassen hat. Die kommt zwar an bei den Kommunalpolitikern der CDU, weil sie in ihr die letzte Chance sehen, die Schule im Dorf zu behalten. Genau aber das wurmt die Parteioberen im Landtag, die mit martialischen Worten gegen das Modell anrennen und es als Einheitsschule verteufeln. So teuflisch kann ein Schulmodell nicht sein, das überall im schwarz-gelben Schleswig-Holstein das Rennen macht. Dort wie hier ergänzt die Gemeinschaftsschule das Gymnasium, ersetzt es aber in der Regel nicht. Sie kann allenfalls die Konkurrenz beleben. Wettbewerb kann nur gut sein. Berechtigt allerdings ist die oppositionelle Kritik an der Wahlfreiheit der Schulen zwischen acht oder neun Jahren bis zum Abitur. Angesichts der Kritik am Turbo-Abi ist die Überlegung berechtigt, die Umsetzung allerdings wirft zu viele Fragen auf.

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