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Neue Westfälische (Bielefeld): Leichterer Wechsel in die private Krankenversicherung Klientelpolitik à la FDP PETER STUCKHARD

Bielefeld (ots) - Das Geschäftsmodell der privaten Krankenversicherung ist die risikoangepasste Prämie. Anders als in der gesetzlichen Pflichtversicherung, die von der Solidarität ihrer Mitglieder lebt, stehen gutverdienende junge Gesunde nicht für ältere Kranke mit weniger Einkommen ein. Bar jeder gesellschaftlichen Verpflichtung lässt es sich so prima sparen: Die private Versicherungsprämie ist viel niedriger, weil die risikoangepasste Prämie Rosinenpickerei ist. Folge: Je mehr gutverdienende und gesunde Mitglieder die gesetzliche Versicherung verlassen, desto tiefer muss der verbleibende Rest in die Tasche greifen. Deshalb haben CDU und SPD 2007 die Hürden für das Verlassen der gesetzlichen Versicherung höher gelegt. Das will der Möchtegern-FDP-Gesundheitsreformer Philipp Rösler jetzt offenbar rückgängig machen. Ganz im liberalen Sinne sollen die Besserverdienenden wieder die Möglichkeit bekommen, sich schneller aus der Solidarität zu verabschieden. Gleichzeitig reibt sich die private Versicherung schon die Hände ob der Aussicht, endlich wieder die guten Risiken abschöpfen zu dürfen: Klassische Klientelpolitik á la FDP.

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