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Neue Westfälische (Bielefeld): Täuschung bei Loveparade-Besucherzahlen Unfassbar HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Ein Stadtoberhaupt stellt die Wahrheit auf den Kopf und lässt sich vor den Karren eines Veranstalters spannen. Ganz bewusst werden vor einem Großereignis völlig überhöhte Besucherzahlen publiziert um die Marketing-Maschine und damit das Geschäft so richtig in Gang zu bringen. Am Ende gibt es 21 Tote, die in einer Massenpanik in und vor einem engen Tunnel niedergetrampelt werden. Zwar vermag niemand zu sagen, dass die Täuschung des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland die Loveparade-Katastrophe von Duisburg herbeigeführt hat. Tatsache ist aber, dass die Veranstalter mit ihrer Zahlentrickserei auf die Psychologie gesetzt haben und noch größere Massen anlocken wollten. Das ist ihnen vermutlich gelungen - mit einem fürchterlichen Ende. Am Wochenende ist herausgekommen, dass die Kommune und ihr Oberbürgermeister Sauerland ein schäbiges Spiel mit der Unwahrheit gespielt haben. Die Öffentlichkeit wurde von ihnen getäuscht. Anstatt schamvoll abzutreten und seinen sofortigen Rücktritt bekannt zu geben, tut Sauerland aber weiterhin so, als sei fast nichts gewesen. Er lehnt die politische und moralische Verantwortung ab und betont, bei der Sicherheit habe man "keine Kompromisse" gemacht. Das ist wirklich dreist und unfassbar.

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