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Neue Westfälische (Bielefeld): Schulpreis und Bildungsgipfel Erfolg kostet Geld BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots) - Viele der Forderungen, für die am Vortag des dritten Bildungsgipfels erneut Zehntausende Schüler, Auszubildende und Studierende auf Deutschlands Straßen gingen, sind in verschiedensten Ansätzen und Facetten bereits realisiert. Das machten die nahezu zeitgleiche Verleihung des Deutschen Schulpreises und die Demonstrationen quer durch das Land deutlich. Lernen ohne Notendruck, Abitur ohne Qualifikationsvermerk und ohne starre Fächergrenzen funktioniert - unter anderem in Bielefelds Oberstufen-Kolleg (OS). Das kam damit auf Platz zwei bei Deutschlands renommiertesten Schulpreis. Späte Genugtuung für ein engagiertes Kollegium, das gegen den Widerstand von Politikern aller Couleur den Kern seines Reformkonzeptes verteidigen konnte. Miteinander- nicht gegeneinander, selbst- nicht fremdbestimmt wird am OS gelernt. Kollegiaten bleiben nicht sitzen, sondern entscheiden nach eingehender Beratung in einem Prüfungscolloqium selbstständig über eine Rückstufung. Dieser Erfolg ist nicht vom Himmel gefallen; und er kostet Geld. Doch an der Bildung, sagt die Kanzlerin zumindest, solle nicht gespart werden. Ihr Wort in der Ministerpräsidenten Gehörgang! Nicht wenige von denen wollen von ihren Versprechungen zu mehr Bildungsinvestitionen abrücken. Was sie damit anrichten, liegt auf der Hand: Sie verweigern jungen Menschen, vornehmlich aus bildungsfernen Schichten, den Zugang zu besserer Bildung und höherer Qualifikation. Sie lassen die Lehrer im Stich, die unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen und Strukturen mehr als bislang nicht erreichen können.

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