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Neue Westfälische (Bielefeld): Ölkatastrophe im Golf von Mexiko Obamas Desaster JOACHIM ROGGE WASHINGTON

Bielefeld (ots) - Apollo 13 auf die Erde zurück zu bringen, war ein technisches Meisterstück. Groß und voller Stolz hatte Amerika den glücklichen Ausgang dieses Dramas im All unlängst gefeiert. Heute muss die Nation mit wachsendem Grimm ohnmächtig zuschauen, wie sich Ingenieure eines privaten Konzerns über Wochen vergeblich abmühen, ein Unterwasser-Bohrloch zu verschließen, ohne dass die Regierung ihre eigenen gewaltigen Ressourcen mobilisiert. Angesichts der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erweckt die Supermacht USA den fatalen Eindruck eines Zuschauers, der sich auf Gedeih und Verderb an das Geschick des Ölkonzerns BP kettet. Außer kraftmeierischer Rhetorik, die ablenken und den Druck auf BP erhöhen soll, hat die Obama-Regierung im Moment tatsächlich nicht viel anzubieten. Politisch ist das  riskant. Die Kritik an Obamas passiver Haltung wächst und droht sich zum Sturm auszuweiten. Allzu lange hatte sich der US-Präsident tatsächlich auf die Versicherungen BPs verlassen, das Desaster in den Griff zu kriegen. Obama muss jetzt fürchten, dass BPs zähes Öl fortan auch an seinem eigenen Ansehen klebt.

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