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Neue Westfälische (Bielefeld): Seehofers Reiseplan Höchste Zeit RALF MÜLLER

Bielefeld (ots) - Der 41. Sudetentag war einer der leisesten in der Geschichte der Landsmannschaft. Was nicht heißt, dass es einer der unbedeutendsten war. Denn immerhin segnete der "vierte Stamm Bayerns" die erste Reise eines bayerischen Ministerpräsidenten nach dem Krieg ins Nachbarland ab.   Bayerische Ministerpräsidenten bereisten bekanntlich die ganze Welt. Auch Seehofer war schon in Kanada und China, aber ins nur 360 Kilometer entfernte Prag verirrte sich bislang weder ein Franz Josef Strauß noch ein Edmund Stoiber noch ein Horst Seehofer. Den Grund beschreibt der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Bernd Posselt so: Mit den Vertreibungsdekreten habe Prag beim Beitritt zur EU einen "Virus" eingeschleppt. Dieser Virus schwächelt deutlich. Während die tschechische Gesellschaft, vor allem aber die tschechische Politik die Verbrechen an den Sudetendeutschen in den Nachkriegsjahren bislang eisern und konsequent verdrängten, regt sich im Nachbarland immer deutlicher der Wille zur Aufklärung.   Es war klug von den Sudetendeutschen, eine Woche vor den Wahlen in Tschechien ruhig aufzutreten. 65 Jahre nach Kriegsende jedenfalls ist es höchste Zeit, Wahrheiten offen auszusprechen und Mauern zwischen Völkern, die beide der EU angehören, abzureißen.  

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