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Neue Westfälische: Neue Westfälische Bielefeld: Nordrhein-Westfalen vor der Wahl Parteien ohne Volk NICOLE HILLE-PRIEBE

Bielefeld (ots) - Als "Aufsteigerland" sieht die FDP das Land Nordrhein-Westfalen, glaubt man ihrer Wahlkampf-Kampagne. Fragt man die Menschen im Land, sieht das Bild anders aus. Insgesamt sechs Tage haben wir zahlreiche Städte und Gemeinden zwischen Rhein und Ruhr bereist und mit Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedener sozialer Herkunft gesprochen. Das Ergebnis dürfte für alle Politiker niederschmetternd sein: Viele Menschen fühlen sich von den Parteien verraten und verkauft; sie beklagen mangelnde Offenheit, Geradlinigkeit und Mut, die wirklich wichtigen Themen nachhaltig anzugehen. Viele Menschen sehen die hohe Arbeitslosigkeit und daraus folgende soziale Spannungen. Sie sehen, dass immer mehr Arbeitnehmer mit dem Geld, das sie verdienen, ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können. Sie sehen leere kommunale Kassen und daraus folgend ein Streichkonzert bei Einrichtungen wie Schwimmbädern, Begegnungszentren für Jugendliche und mit Schlaglöchern übersähte Straßen. Sie sehen, dass sich immer mehr Menschen ins Private zurückziehen und sich nur noch für das eigene Leben verantwortlich fühlen. Solidarität ist zum Fremdwort geworden, obwohl sie gerade jetzt bitter nötig wäre. Kurz: Die Politik ist den Menschen zu abgehoben. Wir haben NRW auch als ein Land der Absteiger kennengelernt. Ausgegrenzt und aufgegeben haben sie ein Recht auf Antworten, auch wenn sie diese gar nicht mehr erwarten.

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